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	<title>Lumix LX3 &#187; Pepes Memoiren</title>
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	<description>und andere optische, elektronische und technische Spielsachen für ältere Knaben</description>
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		<title>Pepes Memoiren &#8211; 6. Die erstes Dunkelkammer</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Jun 2007 12:19:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pepe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pepes Memoiren]]></category>

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		<description><![CDATA[pepes &#8221;wahre&#8221; Foto-Geschichte, zusammengefa&#223;t in 10 Akten Die Schule war beendet&#8230; endlich! Das Abitur im Sack meinte ich, die Welt umarmen zu k&#246;nnen. Mittlerweile teilte ich meine Freizeit zwischen der Fotografie und einer &#8220;festen Freundin&#8221; auf, was mir - zugegebenerma&#223;en &#8211; nicht schlecht gefiel. Der zeitliche Schwerpunkt lag deutlich verschoben in Richtung &#8220;fester Freundin&#8221; aber das &#228;rgerte mich eigentlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" src="http://lx3.peperkorn-online.de/wp-content/uploads/image/Durst/Durst-M601-252.jpg" alt="Durst SW-Vergr&#246;&#223;erer M601" width="252" height="315" /><strong>pepes &#8221;wahre&#8221; Foto-Geschichte, zusammengefa&#223;t in 10 Akten</strong></p>
<p>Die Schule war beendet&#8230; endlich! Das Abitur im Sack meinte ich, die Welt umarmen zu k&#246;nnen. Mittlerweile teilte ich meine Freizeit zwischen der Fotografie und einer &#8220;festen Freundin&#8221; auf, was mir<br />
- zugegebenerma&#223;en &#8211; nicht schlecht gefiel. Der zeitliche Schwerpunkt lag deutlich verschoben in Richtung &#8220;fester Freundin&#8221; aber das &#228;rgerte mich eigentlich weniger, ganz im Gegenteil.</p>
<p>Bei einem der ersten Besuche im Elternhaus meiner &#8220;Angebeteten&#8221; machte ich eine folgenschwere Entdeckung&#8230; Der Vater meiner Liebsten war ebenfalls Fotofan und - verdammte Tat - Besitzer einer <strong>Leica M3</strong> nebst einiger ausgew&#228;hlter Objektive <strong> <img src='http://lx3.peperkorn-online.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </strong> Wen wundert&#8217;s, da&#223; die Gespr&#228;che &#8220;nach dem Essen&#8221; immer wieder mal auf die Fotografie zu sprechen kamen, etwas zum Unwillen meiner Freundin&#8230; <strong> <img src='http://lx3.peperkorn-online.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </strong></p>
<p>Aber meine Angebetete hatte die Liebe zur Fotografie von ihrem Vater geerbt und so f&#252;gte sich manches recht schnell zusammen. Im ersten gemeinsame Urlaub wurde - unter anderem - sehr viel fotografiert, jeder hatte &#8220;nat&#252;rlich&#8221; seine eigene Kamera dabei und es entbrannte ein kleiner Wettstreit, wer denn das bessere Auge f&#252;r Motive h&#228;tte. Ich mu&#223;  gestehen, schon damals war ich hoffnungslos unterlegen&#8230;</p>
<p><span id="more-651"></span></p>
<p>Stundenlang konnten wir damals hinter einem geeigneten Motiv und der passenden Perspektive herjagen. Stundenlang wurden sp&#228;ter die Ergebnisse diskutiert und &#8211; sehr objektiv - bewertet. Wenn das keine gute Grundlage zu einer engeren Verbindung ist, was dann. Aber das ist eine ganz ander Geschichte&#8230;</p>
<p>Da aus dem jungen pepe mal &#8220;<strong>etwas Vern&#252;nftiges</strong>&#8221; werden sollte, hatte er sich aufgemacht zur <strong>RWTH Aachen</strong>, um dort Maschinenbau zu studieren. Eine ungeheuer interessante Fachrichtung, die &#8211; weil von mir sehr ernst genommen &#8211; sehr viel Zeit in Anspruch nahm. Bei 60 Wochenstunden Vorlesungen und &#220;bungen, und den zus&#228;tzlichen konstruktiven Arbeiten, blieb wenig Zeit f&#252;r ein vergn&#252;gliches Studentenleben. Das gibt es so wohl nur in deutschen Fensehserien&#8230;</p>
<p>Allerdings hatte ich in einer Sache Gl&#252;ck!<br />
<strong>In &#8220;meinem&#8221; Studenten-Wohnheim gab es eine Dunkelkammer! </strong></p>
<p>Ein winziger Raum im Keller &#8211; 1 x 1,8 Meter gro&#223; &#8211; fensterlos, aber eine richtige Dunkelkammer eben, mit allem was man so brauchte f&#252;r die Positiventwicklung.<br />
Der <strong>DURST</strong> Vergr&#246;&#223;erer war bis <strong>6&#215;6</strong> ausgelegt und hatte einiges an Features, um mit den vielen geschossenen Bildern einige Experimente anzustellen.</p>
<p>Allein die zeitliche Belegungs-Planung war ein Problem&#8230;. Die Dunkelkammer mu&#223;te zwischen ca. 250 Stundenten koordiniert werden. Zeit hatte ich eigentlich nur am Wochenende und meine Freundin wollte &#8220;nat&#252;rlich&#8221; auch mitmachen&#8230; <strong>Ich sag doch, das M&#228;dchen war ein echter Volltreffer !!!</strong> Andererseites konnte sie auch nicht &#8220;so einfach mal zwischendurch&#8221; per Zug anreisen &#8211; das Geld war knapp damals!</p>
<p>Na aber irgndwann klappte es dann mal wieder. Alle Weichen standen auf GR&#220;N. Die Negative waren bereits vorab sortiert. Die Entwicklerfl&#252;ssigkeit etc. in ausreichener Menge angesetzt und wohl temperiert&#8230; nichts sollte die kostbaren Laborstunden negativ beeinflussen! Die Chemie kam von <strong><a href="http://tetenal.de/index_c.htm?AKT=01020020000000000000&amp;L=DE" target="_blank">TETENAL</a></strong>. Alles, was der Fotolaborant so ben&#246;tigte, war dort auch in kleinen Gebinden vorhanden&#8230; und das zu einem &#8220;zivilen&#8221; Preis, soda&#223; auch ein &#8220;armer Student&#8221; zugreifen konnte&#8230; <strong>die Qualit&#228;t war zudem noch &#8220;absolute Spitzenklasse&#8221;. Eine perfekte Kombination also !</strong></p>
<p><img src="http://lx3.peperkorn-online.de/wp-content/uploads/image/Tetenal/TETENAL-Ulttrafin.jpg" alt="" width="162" height="162" /><img src="http://lx3.peperkorn-online.de/wp-content/uploads/image/Tetenal/TETENAL-Ag-Fix.jpg" alt="" width="162" height="162" /><img src="http://lx3.peperkorn-online.de/wp-content/uploads/image/Tetenal/TETENAL-SuperfixPlus.jpg" alt="" width="162" height="162" /></p>
<div class="bild_unterzeile">
<p><strong>TETENAL</strong> &#8211; schon vor 40 Jahren ein komplette Produktpalette&#8230; und das gilt noch heute gleicherma&#223;en !</div>
<p>Nat&#252;rlich wollte jeder seine eigenen Bilder auch selber vergr&#246;&#223;ern, soda&#223; in dem winzigen R&#228;umchen ein gutes Timing erforderlich war, damit jeder zu seinem Recht und den entsprechenden &#8220;Ger&#228;tezeiten&#8221; kam. Nicht selten gingen wir p&#252;nktlich um <strong>20:00 Uhr</strong> ins &#8220;Labor&#8221; und hielten es dann, trotz schlechtere Bel&#252;ftung bis morgens <strong>4:00 Uhr</strong> aus&#8230; schlie&#223;lich wollten wir unsere Bilder optimal vergr&#246;&#223;ert haben.</p>
<p>Auf der Bude zur&#252;ck &#8211; ein kleines Appartementchen von 12,5 Quadratmeter Grundfl&#228;che &#8211; mu&#223;ten noch die Bilder auf die bereits am Vorabend gespannten Leinen zur Endtrocknung befestigt werden&#8230; und dann waren wir &#8220;kaputt&#8221;&#8230; aber gl&#252;cklich. Unsere Bilder waren &#8211; mit allen Tricks der SW-Vergr&#246;&#223;erungstechnik ausgearbeitet &#8211; auf bestem Hochglanz-Papier angekommen.</p>
<p>Nach ein paar Stunden Schlaf wurden dann die eigenen Produkte sauber Beschnitten, auf Karton aufgezogen oder mit Passepartouts versehen. So verging auch der Sonntag wie im Fluge. Um 20:00 Uhr ging der letzte Zug f&#252;r meine Freundin ab nach Hause&#8230; beladen mit den Sch&#228;tzen der Labornacht!</p>
<p>Wen wundert es, da&#223; wir irgendwann nach dem Studium dann &#8220;zusammenzogen&#8221;&#8230; wie h&#228;tten wir schlie&#223;lich die vielen Vergr&#246;&#223;erungen anders &#8220;gemeinsam nutzen k&#246;nnen&#8221; ? Lag es da nicht auf der Hand, da&#223; ich eines Tages bei den Eltern meiner Angebeteten vorsprach, um eine Hochzeit anzuk&#252;ndigen. <strong>Denn, so eine perfekte &#8220;Fotografin&#8221; kann man sich doch nicht durch die Lappen gehen lassen, oder?</strong></p>
<p>Der Vollst&#228;ndigkeit halber sei noch angemerkt, die <strong>Leica M3</strong> des Schwiegervaters war bei meiner Entscheidung keinesfalls Ausschlaggebend! Aber wie gro&#223; war dann die Freude, als meine frisch angetraute als &#8220;Hochzeitsgeschenk&#8221; von ihren Eltern ebendiese &#8220;alte&#8221; <strong>M3</strong> geschenkt bekam&#8230;</p>
<p>Es blieb sp&#228;ter nicht bei dieser &#8220;alten&#8221; <strong>Leica M3</strong>. Dagmar ist bis heute dieser Marke treu geblieben, allerdings ist die &#8220;Zahl am Ende&#8221; merklich gr&#246;&#223;er geworden.</p>
<p><strong>Die Qualit&#228;t ihrer Bilder ist damit noch weiter von meiner entr&#252;ckt, als je zuvor&#8230;<br />
</strong><strong>Aber egal, ist es nicht sch&#246;n mit jemandem verheiratet zu sein, der das selbe Hobby hat, wie man selbst? Und der absolutes Verst&#228;ndnis hat, f&#252;r ein neues Makro-Objektiv&#8230; &#8220;<em>weil das alte einfach nichts mehr taugt</em>&#8220;.</strong></p>
<div class="copyright_hinweis">
<p><strong>Copyright-Hinweis:<br />
</strong>Die Fotos der hier abgebildeten Labor-Chemikalien entstammen dem Internetauftritt der Firma <a href="http://tetenal.de/" target="_blank"><span style="color: #95b300;"><strong>Tetenal</strong></span></a> | Alle Rechte liegen selbstverst&#228;ndlich beim Urheber. Ich bedanke mich bei <strong>Tetenal</strong> f&#252;r die freundliche Genehmigung.</div>
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		<title>Pepes Memoiren &#8211; 5. Eigene Negativentwicklung</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Jun 2007 10:10:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pepe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pepes Memoiren]]></category>

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		<description><![CDATA[pepes &#8221;wahre&#8221; Foto-Geschichte, zusammengefa&#223;t in 10 Akten Wenn man sich &#8220;zu meiner Zeit&#8221; mit der Fotografie wirklich auseinandersetzte und richtig gute Fotos erzielen wollte, so lag es nahe, sich nicht auf die Arbeit von Anderen zu verlassen, sondern auch die kleinste Kleinigkeit selber in H&#228;nden zu haben. Nachdem also die Kamera vorhanden war, Objektive mittlerweile auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" src="http://lx3.peperkorn-online.de/wp-content/uploads/image/JOBO-Filmtank_250.jpg" alt="JOBO Film-Entwicklungstank" width="200" height="158" /><strong>pepes &#8221;wahre&#8221; Foto-Geschichte, zusammengefa&#223;t in 10 Akten</strong></p>
<p>Wenn man sich &#8220;zu meiner Zeit&#8221; mit der Fotografie wirklich auseinandersetzte und richtig gute Fotos erzielen wollte, so lag es nahe, sich nicht auf die Arbeit von Anderen zu verlassen, sondern auch die kleinste Kleinigkeit selber in H&#228;nden zu haben. Nachdem also die Kamera vorhanden war, Objektive mittlerweile auch die Universal-Kameratasche deutlich mit Gewicht belasteten, stand der n&#228;chste Schritt bevor. <strong>Die eigene Negativentwicklung.</strong></p>
<p>Wei&#223; der Himmel wieso, aber irgendwie war ich nicht mehr so recht zufrieden. Trotz bester Kamera und Objekttivtechnik fehlte etwas&#8230; <strong>das letzt Qu&#228;ntchen Perfektion!</strong> Was, wenn das schon unmittelbar nach dem Schu&#223; verloren ging, in dem Moment, wenn der Film die eigenen H&#228;nde verlie&#223; und dem freundlichen Foto-Drogisten von Nebenan &#252;berlassen wurde&#8230; <strong>Um Gottes Willen, nicht auszudenken !</strong></p>
<p><span id="more-14"></span>Also wurden wieder Kataloge gew&#228;lzt&#8230; dieses mal waren es aber nicht ganz so viele, denn eigentlich waren au&#223;er <strong>Kodak</strong> und <strong>Agfa</strong> nur noch <strong>Ilford</strong> und <strong>JOBO</strong> im Rennen. Trotzdem eine schwierige Entscheidung. Denn das wenige Taschengeld ging schon f&#252;r den Kauf von Filmen fast drauf. Eine Anschaffung war f&#252;r Jahre zu treffen und es sollte schon das Beste sein, was von dem verbliebenen &#8220;Guthaben&#8221; m&#246;glich war. Mit einer gro&#223;z&#252;gigen &#8221;Spritze&#8221; des Vaters und einigen Jobs vor und nach der Schule war es dann endlich so weit.</p>
<p>Bei Insidern bestens bewertet war &#8211; wegen einiger innovativer Ideen - die Firma <strong>JOBO</strong>&#8230; also dann. <strong>Die Entscheidung war getroffen.</strong></p>
<p>Nun gin es daran, die erforderlichen Laborger&#228;te zusammenzustellen und ein Eckchen im Haushalt der Eltern zu finden, in denen so eine &#8211; wie Mutter sagte &#8211; <strong>Sauerei</strong> am wenigsten st&#246;ren w&#252;rde. Dunkel sollte es sein, um den Film aus der Patrone in die Entwicklungstrommel zu bekommen, Wasseranschlu&#223; f&#252;r die diversen chemikalischen Vorg&#228;nge war zwingend&#8230; also was lag da n&#228;her, als <strong>das heimische Badezimmer</strong> umzufunktionieren.</p>
<p>Als F&#252;rsprecher war Gott sei Dank mein Vater hilfreich zur Stelle, der dank seiner drogistischen Ausbildung jedes Verst&#228;ndnis f&#252;r &#8220;seinen&#8221; Jungen aufbrachte. So wurde aus der &#8220;Sauerei&#8221; pl&#246;tzlich eine &#8220;kreative Arbeit, die f&#252;r den schulischen Werdegang durchaus f&#246;rderlich ist&#8221;. Na das h&#246;rte sich gleich ganz anders an, oder?<br />
<strong>Danke Papa, nach all den vielen Jahren&#8230; ;-)</strong></p>
<p>Nat&#252;rlich war ein spontaner EInsatz in &#8220;meinem Labor&#8221; nicht m&#246;glich&#8230; denn das Bad beinhaltete auch die einzige Toilette unseres Haushaltes. Wenn also die Entwicklung von Filmmaterial anstand, war also ausreichen zuvor ein verbindlichen &#8221;Einsatzplan&#8221; bekanntzugeben, soda&#223; sich andere Familienmitglieder schon &#8220;mental&#8221; auf das bevorstehende Ereignis einstellen konnten.</p>
<p>1 Tag vorher war also klar: <strong>&#8220;Der Junge mu&#223; morgen mal f&#252;r 1 Stunde ins Labor&#8230;&#8221;</strong></p>
<p>2 Stunden vor der Aktion, ein 2. Aufruf. Die weiblichen Familienangeh&#246;rigen wurden sichtlich nerv&#246;s&#8230; &#8220;aber <em>jetzt</em> kann ich doch noch nicht, was soll ich denn machen???&#8221;<br />
<strong>Na was wohl <img src='http://lx3.peperkorn-online.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </strong></p>
<p>Diese Aufregung f&#252;hrte in den kommenden 120 Minuten zu einem erheblich st&#228;rkeren Harndrang als &#8220;zu Kriegszeiten&#8221;, soda&#223; ich meine Laboraktion schon glaubte, abhaken zu m&#252;ssen&#8230;</p>
<p>Aber dann, zur vereinbarten Zeit &#8211; alle Ger&#228;tschaften in meinem Laborkarton waren schon 10 mal auf Vollst&#228;ndigkeit gepr&#252;ft &#8211; war es soweit.</p>
<p><strong>Das Bad war MEIN!!!</strong> Oh Himmel, wieso wollte nur diese Wolldecke nicht vor dem kleinen Badezimmerfenster h&#228;ngen bleiben? War es auch wirklich 100% dunkel?</p>
<p>Gerade hatten sich meine Augen an diese Dunkelheit gew&#246;hnt&#8230; wirklich dicht alles&#8230; da klopfte es an die Badezimmert&#252;r, das Licht wurde eingeschaltet &#8211; verdammt, der Schalter war au&#223;en und ich hatte vergessen, die Gl&#252;hlampe &#252;ber dem Waschbecken auszuschrauben &#8211; da kam die gewohnte Frage von Mutter schon: <strong>&#8220;Hallo Junge, ist auch alles in Ordnung? Es ist so still da drin !!!&#8221;</strong></p>
<p>Herr la&#223; Abend werden, wieso haben M&#252;tter sooo wenig Verst&#228;ndnis f&#252;r solche lebenswichtigen Vorg&#228;nge wie das Entwickeln von Filmen???</p>
<p>Na, irgendwann war es dann so weit, die neu belichteten Filme waren in den Filmspiralen eingef&#228;delt und in der Entwicklungstrommel angekommen. Nach einigem Fummeln auch der Trichter-Deckel sauber aufgesetzt&#8230; das Schlimmste war erledigt.</p>
<p>Jetzt konnte wieder das Licht eingeschaltet werden. Alles Weitere konnte beruhigt im Hellen passieren, denn die gut durchdachten Entwicklungsdosen mit ihrem raffinierem Ein- und Ausf&#252;llsystem von <strong>JOBO</strong> waren perfekt und zuverl&#228;ssig gefertigt worden.</p>
<p>Die bereits zuvor angesetzten Entwicklungsfl&#252;ssigkeiten wurden in exaktem Zeitablauf eingef&#252;llt und gewechselt, zwischenzeitlich mit ge&#252;bten Handbewegung wurde die Dose gekippt und wieder abgesetzt &#8211; immer ein Auge auf der Laboruhr mit dem gro&#223;en Zeiger &#8211; es kam auf die Sekunde an!</p>
<p>Zumindest habe ich das damals so gesehen, denn ich war bestrebt nach dem &#8220;best m&#246;glichen&#8221; Ergebnis&#8230;</p>
<p>Stopbad und W&#228;sserrung wurden peinlich genau gehandhabt, denn was n&#252;tzt die beste Entwicklung, wenn die nicht im richtigen Moment beendet wird. Und das vollkommen. <strong>Ja ich war genau damals, sehr genau&#8230;</strong> und bin es auch heute noch bei allen technischen Vorg&#228;ngen. Vielleicht bin ich ja so geworden, durch die Besch&#228;ftigung mit meinem Fotohobby, wer wei&#223;?</p>
<p>Trocknung war auch nicht so ohne, denn das mu&#223;te zumindest in den ersten Minuten nach der W&#228;sserung ebenfalls noch im Bad erfolgen&#8230; nur, da&#223; da schon wieder der weibliche Teil &#8220;unbedingt mal schnell eben mu&#223;te&#8221;&#8230; wieso mu&#223; Toilettenpapier eigentlich derma&#223;en Fussen und Stauben beim Abrei&#223;en???</p>
<p>Aber dann wars endlich geschafft&#8230; Ab mit dem fertigen Film ins eigene Zimmer &#8211; klar, mit Nierentisch und T&#252;tenlampe - die restliche Trocknung erfolgte auf der provisorisch gezogenen &#8220;W&#228;scheleine&#8221;, die zwischen Gardienenstange und Deckenlampe gespannt war.</p>
<p>Angeblich soll ich in den Stunden nach meinem &#8220;Laboreinsatz&#8221; so wenig geatmet haben, da&#223; die Familie sich Sorgen um meine Gesundheit gemacht hat, hei&#223;t es&#8230; aber das war sicher &#252;bertrieben. Allerdings ist es richtig, da&#223; ich alles vermieden habe, was meine Filmsch&#228;tze h&#228;tte mit Staubpartikeln &#8220;versauen&#8221; k&#246;nnen.</p>
<p>Dann Schneiden zu 6er Einheiten, einf&#228;deln in die bereitgelegten s&#228;urefreien Aufbewahrungstaschen&#8230;. puh, der zweite Schritt war getan.</p>
<p><strong>Besser h&#228;tte niemand meine Filme entwickelt, da bin ich mir heute noch sicher!</strong></p>
<p>Auf der Suche nach Informationen, ob und wo man denn heute wohl Laborzubeh&#246;r w&#252;rde kaufen k&#246;nnen, bin ich doch tats&#228;chlich &#252;ber eine &#228;u&#223;erst interessante Internetadresse gestolpert. <strong>Nach so vielen Jahren immer noch&#8230; </strong><a href="http://jobo.de" target="_blank"><strong>JOBO</strong></a><strong> <img src='http://lx3.peperkorn-online.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </strong></p>
<p><a title="JOBO Filmklammern... die halten immer" href="http://lx3.peperkorn-online.de/wp-content/uploads/image/JOBO-FilmKlammern.jpg" rel="lightbox[14]"><img src="http://lx3.peperkorn-online.de/wp-content/uploads/image/JOBO-FilmKlammern.jpg" alt="JOBO Filmklammern" width="162" height="111" /></a><a title="JOBO Filmspiralen... garantiert zuverl&#228;ssig" href="http://lx3.peperkorn-online.de/wp-content/uploads/image/JOBO-Filmspirale.jpg" rel="lightbox[14]"><img src="http://lx3.peperkorn-online.de/wp-content/uploads/image/JOBO-Filmspirale.jpg" alt="JOBO Filmspiralen" width="162" height="110" /></a><a title="JOBO Papierzangen... einfach gut im Griff" href="http://lx3.peperkorn-online.de/wp-content/uploads/image/JOBO-Bildzangen.jpg" rel="lightbox[14]"><img src="http://lx3.peperkorn-online.de/wp-content/uploads/image/JOBO-Bildzangen.jpg" alt="JOBO Bildzangen" width="162" height="111" /></a></p>
<p>Und wie habe ich mich erst gewundert, all die lieben Erinnerungen <strong>FAST GENAU SO</strong> und mit exakt den alten Sereinnummern &#8211; ich w&#252;rde schw&#246;ren &#8211; wiederzufinden.<br />
Ja gutes Laborger&#228;t aus meiner Zeit kann man eben kaum verbessern&#8230; zumindest heute nicht mehr, in einer Zeit, in der niemand mehr wei&#223;, was man mit so liebevoll erzeugten Negativen f&#252;r Vergr&#246;&#223;erungen machen kann. Digital ist heute Trend <strong> <img src='http://lx3.peperkorn-online.de/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':-(' class='wp-smiley' /> </strong></p>
<p>Ich werde jedenfalls in den kommenden Tagen mal in den Keller gehen und ein paar alte Umzugskartons &#246;ffnen&#8230; irgendwo da m&#252;ssen sie doch noch zu finden sein, meine sorgsam aufbewahrten Laborutensilien von damals.</p>
<p><strong>Die roten <em>JOBO</em>-Deckel sind unverkennbar und ich zweifle keine Sekunde, da&#223; die noch genauso dicht schlie&#223;en, wie vor fast 40 Jahren.</strong></p>
<div class="copyright_hinweis">
<p><strong>Copyright-Hinweis:<br />
</strong>Die Fotos der hier abgebildeten Labor-Komponenten entstammt dem Internetauftritt der Firma <a href="http://jobo.de" target="_blank"><strong>JOBO</strong></a> | Alle Rechte liegen selbstverst&#228;ndlich beim Urheber. Ich bedanke mich bei <strong>JOBO</strong> f&#252;r die freundliche Genehmigung.</div>
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		<title>Pepes Memoiren &#8211; 4. Quantensprung Spiegelgeflex</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Jun 2007 10:10:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pepe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pepes Memoiren]]></category>

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		<description><![CDATA[pepes &#8221;wahre&#8221; Foto-Geschichte, zusammengefa&#223;t in 10 Akten Etwa 15 oder 16 Jahre war ich alt, in der Schule gefiel es mir &#8220;nicht sooo besonders&#8221; aber mit den &#8220;Jungs&#8221; hing ich den ganzen Mittag und Abend rum, um - so hatten es zumindest unsere Eltern verstanden &#8211; &#8220;Schularbeiten&#8221; zu machen&#8230;. So ganz falsch war es ja nicht, allein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" src="http://lx3.peperkorn-online.de/wp-content/uploads/image/Voigtlander_BESSAMATIC_deluxe_mit_SEPTON_252.jpg" alt="Voigtl&#228;nder BESSAMATIC deLuxe" width="252" height="204" /><strong>pepes &#8221;wahre&#8221; Foto-Geschichte, zusammengefa&#223;t in 10 Akten</strong></p>
<p>Etwa 15 oder 16 Jahre war ich alt, in der Schule gefiel es mir &#8220;nicht sooo besonders&#8221; aber mit den &#8220;Jungs&#8221; hing ich den ganzen Mittag und Abend rum, um - so hatten es zumindest unsere Eltern verstanden &#8211; &#8220;Schularbeiten&#8221; zu machen&#8230;.</p>
<p>So ganz falsch war es ja nicht, allein beschr&#228;nkte sich die Lektionen auf Chemie und optische Physik&#8230; immerhin etwas!<br />
Die mehr als m&#228;&#223;igen Englisch und Latein Noten seien hier lieber verschwiegen.</p>
<p>Alles aber, was dazu beitrug unser fotografischen Kenntnisse zu verbessern, wurde f&#246;rmlich &#8220;verschlungen&#8221;. Bergeweise Kataloge der damals g&#228;ngigen Spiegelreflex-Kameras lagen um uns herum, aus dem Tonbandger&#228;t von GRUNDIG h&#246;rten wir: &#8220;<em><strong>House Of the Rising Sun</strong></em>&#8221; von <strong><em>The Animals</em></strong>&#8230; rauf und runter, rauf und runter!</p>
<p><span id="more-13"></span>Wir drei waren uns einig. Entweder eine <strong>ZEISS</strong> oder die <strong>Voigtl&#228;nder BESSAMATIC</strong>, mu&#223;te es sein. Der &#8220;Mist&#8221; aus Japan war 2. Wahl und kam also f&#252;r uns Foto-Freaks nicht in Frage. (Wie sich die Zeiten doch &#228;ndern!)</p>
<p>Wei&#223; der Himmel, was wir dann alles anstellten, um das n&#246;tige &#8220;Kleingeld&#8221; zusammenzuschaffen. Jobben innerhalb der Familie, Zeitungen austragen&#8230; aber innerhalb eines Jahres hatten wir &#8220;alle 3&#8243; unsere Traumkamera in H&#228;nden.</p>
<p>Oh, was war das ein Strahlen im Raum! Schon die Verpackungen machten ihrem Namen alle Ehre. Satt schlie&#223;ende Kartons standen da vor uns, ungeheuer schwer gef&#252;llt mit Kamerageh&#228;usen, massiv wie Panzer. Schmuck verchromte Boliden aus massivem Metall, anscheinend f&#252;r die Ewigkeit gebaut.</p>
<p>Passende Objektive in ebensolcher Ausf&#252;hrung, deren Chromschichten (f&#252;r uns) gl&#228;nzten, wie Sterne am Himmel&#8230; Mit einer Belederung sag ich euch&#8230;<br />
Das war einfach &#8216;ne WUCHT. Nat&#252;rlich hatten wir uns f&#252;r die <strong>BESSAMATIC deLuxe</strong> entschieden, alle! Tagelang wurden die Objektive hin und her getauscht, denn sein spezielles Traum-Objektive&#8230; hatte jeder anders ausgesucht. Mehr als eins pro Mann war schlie&#223;lich nicht drin gewesen&#8230; Und dicke Freunde leihen sich nat&#252;rlich alles aus. Au&#223;erdem sah man uns sowieso nur im Dreierpack, also &#8220;No Problem&#8221;.</p>
<p>Die sogenannten Universal-Fototaschen waren aus gleichwertigem Leder, schon leer schwer wie Blei&#8230; Klasse!<br />
[ Schmunzlen mu&#223; ich heute feststellen, da&#223; meine jetzige Kamera nicht einmal die H&#228;lfte von dem wiegt, was damals allein diese Universaltasche auf die Wage brachte <img src='http://lx3.peperkorn-online.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />   ]</p>
<p>Schon damals hatte ich mich f&#252;r die leichte 135er Teleausf&#252;hrung entschieden. Nicht so Lichtstark, aber mir war klar, da&#223; es f&#252;r gute Tiefensch&#228;rf weniger auf die dicken Brummer ankam! Abgeblende wurde sowieso auf Blende 8 &#8230; was sollte es also&#8230; aber daf&#252;r war es nicht gar so teuer und sch&#246;n leicht und handlich!</p>
<p>Zun&#228;chst wurde trocken ge&#252;bt&#8230; ohne Film! Schie&#223;en aus allen Lagen! Bis am Ende jeder Handgriff sa&#223; wie auf dem Exerzierplatz.</p>
<p>Dann die Qual der Wahl&#8230; welchen Film BW oder DIA? Es war eine echte Freude&#8230; ach w&#228;ren wir doch blo&#223; in der Schule mit diesem Eifer bei der Sache gewesen <img src='http://lx3.peperkorn-online.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Aber das ist eine vollkommen andere Geschichte&#8230;</p>
<p>Na und dann wurde fotografiert und entwickelt was das Zeug hilt&#8230; Me&#223;reihen angelegt, als Beweis daf&#252;r, wie gut doch genau diese Spiegelreflex Kameras der eigenen Wahl waren&#8230; und die Objektive. Tadellos ich mu&#223; es gestehen&#8230; wirklich tadellos!</p>
<p>Fotoexkursionen zu dritt bei allen Tages und Nachtzeiten wurden unternommen, alle Register der so lange studierten Fotoliteratur gezogen. Wenn die Fotos dann endlich fertig auf dem Tisch lagen wurde diskutiert&#8230; endlos und bis zum Exzess. Immer kritisch, meistens doch objektiv. Auf jeden Fall gings uns um das perfekte Bild.</p>
<p>Ich kann heute nicht mehr sagen, wer von uns dreien denn nun die besseren Ergebnisse produzierte. Eins ist gewiss, unsere <strong>Voigtl&#228;nder BESSAMATIC deLuxe</strong> hat uns weder im Stich gelassen noch haben wir Grund zum M&#228;keln gehabt&#8230; An der tadellosen Qualit&#228;t der Aufnahmen war einfach NICHTS auszusetzen.</p>
<p><strong>3 Freunde sind wir heute noch</strong>&#8230; wenn auch jeder seinen eigenen Weg gegangen ist und man sich &#252;ber Jahre oder Jahrzehnte aus den Augen verloren hatte. Heirat, Beruf, Familie, Kinder, all das war uns wichtiger. Zwischenzeitlich haben wir alle - wen wundert&#8217;s - Kameras aus japanischer Fertigung&#8230; irgendwie haben sich die Zeichen der Zeit gewendet.</p>
<p>Aber alle 3 sind wir immernoch stolze Besitzer unserer ersten eigenen Spiegelreflex-Kamera, unserer hei&#223;geliebten <strong>Voigtl&#228;nder BESSAMATIC deLuxe</strong>.</p>
<p>In K&#252;rze steht &#252;brigens unser &#8220;40 j&#228;hrige Abi-Feier&#8221; ins Haus&#8230;<br />
Wir haben beschlossen, unsere &#8220;alten K&#228;sten&#8221; mitzubringen und die Feierlichkeiten damit zu verewigen. <strong>Das wird eine besonder Freude werden, da ich bin sicher <img src='http://lx3.peperkorn-online.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </strong></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Pepes Memoiren &#8211; 3. Blitz und Donner…</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jun 2007 13:55:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pepe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pepes Memoiren]]></category>

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		<description><![CDATA[pepes &#8221;wahre&#8221; Foto-Geschichte, zusammengefa&#223;t in 10 Akten Eine fotografisches Schmankerl der damaligen Zeit stammt aus dem Bereich der Blitzlicht-Fotografie, welches ich den j&#252;ngeren Lesern von pepesBLOG nicht vorenthalten m&#246;chte. Abh&#228;ngig von den damals noch recht lichtschwachen Objektiven und ebensolchen Filmen, war k&#252;nstliche Beleuchtung beim Arbeiten in R&#228;umen nat&#252;rlich zwingend erforderlich. Und &#8211; wohlgemerkt &#8211; 12-15 DIN Filmenpfindlichkeit ist wirklich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>pepes &#8221;wahre&#8221; Foto-Geschichte, zusammengefa&#223;t in 10 Akten</strong></p>
<p>Eine fotografisches Schmankerl der damaligen Zeit stammt aus dem Bereich der Blitzlicht-Fotografie, welches ich den j&#252;ngeren Lesern von pepesBLOG nicht vorenthalten m&#246;chte.</p>
<p>Abh&#228;ngig von den damals noch recht lichtschwachen Objektiven und ebensolchen Filmen, war k&#252;nstliche Beleuchtung beim Arbeiten in R&#228;umen nat&#252;rlich zwingend erforderlich. Und &#8211; wohlgemerkt &#8211; 12-15 DIN Filmenpfindlichkeit ist wirklich nicht viel, will man Menschen verwacklungsfrei auf Rollfilm bannen.</p>
<p>Die L&#246;sung war das Blitzlichtger&#228;t&#8230; und dieser Name war durchaus gerechtfertigt!</p>
<p>Nicht etwa ein kleines elektronisches K&#228;stchen mit verb&#252;ffender Lichtleistung war angesagt&#8230; Nein, die Sache erinnerte wirklich an einen keinen Zauberkasten&#8230; und war ebenso geheimnisvoll wie &#8220;<strong>gef&#228;hrlich</strong>&#8221; und deshalb f&#252;r uns Kinder <strong>absolut tabu</strong>.</p>
<p><span id="more-12"></span>Sollte 1953 z.B. die feierliche Stimmung unter dem Weihnachtsbaum auf ein Foto gebannt werden, so spielten sich die Vorg&#228;nge etwa nach folgendem Ritus ab.</p>
<p>Vater baute sein Stativ in passender Entfernung vor dem Baum auf, w&#228;hrend Mutter die Kinder um sich scharrte und vor dem Baum &#8220;in Stellung&#8221; ging. Die Kamera war zwischenzeitlich auf dem Stativ befestigt und penibel ausgerichtet, Entfernung und Blende sorgf&#228;lltig eingestellt worden&#8230; <strong>die Stimmung stieg!</strong></p>
<p>Nun wurde dieses geheimnisvolle Wunderk&#228;stchen aus seinem sch&#252;tzenden Karton entnommen, aufgeklappt und auf die horizontale Schale eine exakt abgestimmte Menge eines geheimnisvollen Pulvers gestreut&#8230; <strong>je gr&#246;&#223;er der Raum um so mehr dieses Wundermittels kam auf die &#8220;Blitz-Pfanne&#8221;!</strong></p>
<p>W&#228;hrend Vater nun probeweise das Ger&#228;t mehrfach mit der linken Hand &#252;ber die Kamera hielt und damit gleichzeitig in die Richtung Motiv zielte&#8230; wurde Mutter zusehend unruhiger. Diese Unruhe wurde von den anwesenden Kindern nat&#252;rlich bemerkt und f&#252;hrte zu einem unweigerlichen Drang, die Toilette besuchen zu m&#252;ssen, was &#8211; gezwungenerma&#223;en &#8211; von Mutter bef&#252;rwortet und auch durchgesetzt wurde.</p>
<p>Die Stimmung n&#228;herte sich dem H&#246;hepunkt, als dann auch noch das Licht ausgeschaltet wurde&#8230; Nur die wenigen Kerzen am Weihnachtsbaum lie&#223;en Vaters weiteren Handlungen erahnen. <strong>Gro&#223;mutter murmelte ein kurzes Gebet.</strong></p>
<p>Vater &#246;ffnete nun den Zentralverschlu&#223; der Kamera, hob den Arm mit dem &#8220;Blitzger&#228;t&#8221; &#8230; ein letzter pr&#252;fender Blick wie vor einer Sprengung. Ein schnippendes Ger&#228;usch wie von einem Wegwerffeuerzeug beim &#8220;Z&#252;nden&#8221;&#8230; und  <strong>W-A-M-M-M-M !!!</strong></p>
<p>Glei&#223;ende Helle umgab uns. Ein unangenehmer, bei&#223;ender Geruch verbreitete sich im Raum. Kinder und Mutter rissen die Augen auf, mancher hielt sich die Ohren zu&#8230;</p>
<p>Nach einer Sekunde versiegte die Helligkeit langsam. <strong>Totenstille im Raum!</strong></p>
<p>Das Licht wurde wieder eingeschaltet. Etwas nebeliges schwebte drohend im Raum. Ein h&#246;llischer Geruch stach in Nase und Lunge&#8230; Gro&#223;vater hustete (mehr noch als sonst!). Mutter riss das Fenster weit auf. Eisesk&#228;te durchstr&#246;hmte den Raum.</p>
<p>Vaters strahlendes Gesicht jedoch deutete es an&#8230; <strong>Das Bild haben wir im Kasten!</strong></p>
<p>Ich bewunderte Vater damals immer daf&#252;r, wie er mutig dieses Magnesium-Feuerwerk entfachte, welches eher an bengalische Beleuchtung als an Blitzfotografie erinnerte. Mutter wohl weniger, denn am anschlie&#223;enden Tag &#8211; 4 bis 5 dieser Aktionen folgten noch am selben Abend  &#8211; war &#8220;Hausputz&#8221; angesagt. Kein Wunder, denn der abgebrannte Magnesiumrauch legte sich gnadenlos auf alles, was im Raum war!</p>
<p>Vorteil dieser &#8220;riesen Sauerei&#8221; war die immense Lichtausbeute, die mit elektronishen Blitzen der heutigen Zeit nicht erreicht werden und die weiche Beleuchtung eines gro&#223;fl&#228;chigen, &#8220;langsamen&#8221; Blitzes, denn die &#8220;Stichflamme&#8221; bei der Z&#252;ndung war nicht unerheblich und bescherte weniger Schlagschatten.</p>
<p>Angemerkt mu&#223; allerdings werden, da&#223; Vaters drogistische Geheimk&#252;nste, nat&#252;rlich ausgenutzt wurden, um aus einem &#8220;Serien-Blitzpulver&#8221; &#8211; durch Beif&#252;gen einiger bis heute geheimen Ingredientien &#8211; die Wirkungsweise um ein betr&#228;chtliches Ma&#223; zu &#8220;verbessern&#8221;. Die Wirkung mu&#223; bei den Erwachsenen den Eindruck einer nahenden Invasion hervorgerufen haben&#8230;</p>
<p>Mich jedenfalls hat das immer fasziniert und ich denke gerne an diese echten &#8220;Highlights&#8221; zur&#252;ck. Vielleicht ist damit ja auch begr&#252;ndet, da&#223; ich heute (fast) ausschlie&#223;lich ohne Blitz fotografiere.</p>
<p><strong>Denn&#8230; diese kleinen, eingebauten Spielzeugblitze k&#246;nnen Vaters Magnesium-Blitz-Ger&#228;t von 1953 das Wasser nicht reichen&#8230; nie im Leben <img src='http://lx3.peperkorn-online.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
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		<title>Pepes Memoiren &#8211; 2. Aufstieg in h&#246;here Sph&#228;ren</title>
		<link>http://lx3.peperkorn-online.de/2007/06/pepes-fotografie-2-aufstieg-in-hoehere-sphaeren/</link>
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		<pubDate>Tue, 12 Jun 2007 15:58:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pepe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pepes Memoiren]]></category>

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		<description><![CDATA[pepes &#8221;wahre&#8221; Foto-Geschichte, zusammengefa&#223;t in 10 Akten Etwa 6-7 Jahre war ich alt, als mein Vater mir dann einen Aufstieg in bis dahín ungeahnte H&#246;hen fotografischer M&#246;glichkeiten bescherte&#8230; ich bekam seine alte Voigtl&#228;nder BESSA vermacht, mit Compurverschluss, die mich dann viele Jahre begleiteten sollte. (Er selber war auf eine 24x36mm umgestiegen&#8230; weil moderner.) Die BESSA war schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" src="http://lx3.peperkorn-online.de/wp-content/uploads/image/Voigtlaender-BESSA-4_252.jpg" alt="Voigtl&#228;nder BESSA 4 mit Compur Verschluss" width="252" height="315" /><strong>pepes &#8221;wahre&#8221; Foto-Geschichte, zusammengefa&#223;t in 10 Akten</strong></p>
<p>Etwa 6-7 Jahre war ich alt, als mein Vater mir dann einen Aufstieg in bis dahín ungeahnte H&#246;hen fotografischer M&#246;glichkeiten bescherte&#8230; ich bekam seine alte <strong><em>Voigtl&#228;nder BESSA</em></strong> vermacht, mit Compurverschluss, die mich dann viele Jahre begleiteten sollte.</p>
<p>(Er selber war auf eine 24x36mm umgestiegen&#8230; weil moderner.)</p>
<p>Die <strong><em>BESSA</em></strong> war schon eine vollkommen andere Liga. Die heute &#252;blichen Blenden und abgestufte Zeiteinstellungen,  verbunden mit einer richtigen Entfernungs-Einstellskala in Metern luden zum Experimentieren ein. Jetzt war Tiefensch&#228;rfe endlich wirklich beherrschbar und konnte zur Gestaltung der Bildkomposition verwendet werden.</p>
<p>Neben einem Prismensucher war noch ein ausklappbarer &#8220;Sportsucher&#8221; in Form einer Durchsichtsmaske vorhanden, um &#8220;schnelle&#8221; Bewegungsvorg&#228;nge leichter zu erfassen.</p>
<p>Das Metallgeh&#228;use mit seiner &#8220;echten Belederung&#8221; seiner sauberen Klappmechanik und seinem &#8220;immensen&#8221; Gewicht &#252;bte schon damals einen besonderen Reiz auf mich aus. Ich kam mir vor wie im fotografischen Himmel.</p>
<p><span id="more-11"></span>Wer heute mit so einem winzigen Plastik-Kamerachen der Digitalabteilung unterwegs ist, wird dieses Gef&#252;hl niemals auch nur ann&#228;hernd erahnen k&#246;nnen&#8230; oh du armer &#8220;Neuzeitmensch&#8221; <strong> <img src='http://lx3.peperkorn-online.de/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':-(' class='wp-smiley' /> </strong></p>
<p>Die Sache mit der Tiefensch&#228;rfe lie&#223; sich nun ganz einfach bei ge&#246;ffneter Kamera und eingeklebtem Butterbrotpapier erlernen und experimentell &#252;berpr&#252;fen. Wobei ich im Moment &#252;berlegen mu&#223;, ob diese Experimente nicht doch mit Vaters Plattenkamera gemacht wurden, einer <strong>LINHOF 18 x 24cm</strong>! Oh Herr was war das erst f&#252;r ein Ger&#228;t! Aber das ist eine vollkommen ander Geschichte…</p>
<p>Der heutige Amateur kann sich nicht vorstellen, was man mit so einem relativ einfachen Kistchen wie &#8220;meiner&#8221; <strong><em>BESSA</em></strong>, einiger &#220;berlegung, einem <strong>12DIN Film von ADOX</strong> und einem von Vater angesetzten Negative-Entwickler erreichen konnte.</p>
<p>Gute Dunkelkammern waren damals ausgesattet mit <strong>Focomat</strong>-Vergr&#246;&#223;erungsger&#228;ten von <strong>LEICA</strong>. Untadelige Boliden der Feinwerktechnik mit perfekten Objektiven. Einfach unersch&#252;tterliche und nicht mehr erreichbare <strong>Qualit&#228;t made in Germany</strong>. Tr&#228;um…</p>
<p>Das kartonstarke <strong>BromSilber-Papier aus &#8220;echtem Papier&#8221;, </strong> ausreichende Fixierung, lange W&#228;sserung und ein Monstrum von Hochglanz-Trockenpresse, welches ich wohl damals nicht allein h&#228;tte bedienen k&#246;nnen,  waren sicherlich mit entscheidend.</p>
<p>Auf jeden Fall waren das <strong>Fotos von unendlichem Graustufenumpfang</strong>. Einfach traumhaft und nie wieder erreicht. Von der sattesten Schw&#228;rze bis zum &#8220;wei&#223;esten&#8221; Spitzlicht… <strong>es war alles da</strong>. Und das, dank beschriebener Fixierung und W&#228;sserung f&#252;r viele viele Jahre.</p>
<p>Wer Bilder von <strong>Ansel Adams</strong> kennt, wird vielleicht erahnen k&#246;nnen, was ich meine… ohne mich mit diesem Giganten der BW-Fotografie auf eine Stufe stellen zu wollen <img src='http://lx3.peperkorn-online.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Aber das war die Richtung. Und da ich mitten im Ruhrpott lebte, waren reichlich tolle Motive vorhanden, die in BW ideal zu machen waren. Die vielen Schlote der Zechen und der regelm&#228;&#223;ig auftauchende Kaminkehrer, der noch richtig &#8220;schwatt&#8221; war, von seiner Arbeit… herrliche Zeiten f&#252;r echte BW-Fotografen :-)</p>
<p>Auch hier wieder&#8230; mu&#223; ich den Beweis leider schuldig bleiben <strong> <img src='http://lx3.peperkorn-online.de/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':-(' class='wp-smiley' /> </strong> Nicht, da&#223; sie verblasst w&#228;ren, meine &#8220;Meisterwerke&#8221;, oder gar wellig geworden vom H&#228;ngen… <strong>undenkbar ! </strong>Irgendwann auf meinem langen fotografischen Weg haben sie einfach das Zeitliche segnen m&#252;ssen.</p>
<p>Um Platz zu machen f&#252;r neuere Errungenschaften fotografischen Einfallsreichtums.</p>
<p><strong>Schade eigentlich&#8230; wie gerne w&#252;rde ich sie mir heute noch einmal ansehen!</strong></p>
<div class="copyright_hinweis">
<p><strong>Copyright-Hinweis:</strong></p>
<p>Das Foto der hier abgebildeten und aus der Erinnerung beschriebenen <strong>Voigtl&#228;nder BESSA</strong> entstammt dem Internetauftritt von <a href="http://schoebels-voigtlaender-archiv.de" target="_blank"><strong>schoebels-voigtlaender-archiv.de</strong></a> | Alle Rechte liegen beim Urheber. Ich bedanke mich bei Herrn <strong>Heinz Sch&#246;bel</strong> f&#252;r die freundliche Genehmigung.</div>
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