Swarovski EL 8×32 – Sommerurlaub & Kraniche live

SwaroEL8x32WB-DP1030430_2Selten hatte ich die Sommerferien so herbei gesehnt wie in diesem Jahr, denn wenn “Jungens” ihre neuen Spielzeuge ausprobieren möchten, dann am besten im Urlaub, mit genügend Muße und ohne Hektik. Dieses mal passt alles zusammen.

Das neue Fernglas war ja schon bei heimischen Spaziergängen zum ständigen Begleiter geworden und natürlich auch im eigenen Garten immer griffbereit, um ja keine Gelegenheit zu verpassen, Natur und Tierwelt zu beobachten.

Das ausgerechnet in diesem Jahr die Deutsche Ostseeküste unser Zielgebiet war und die Ferienwohnung auch nur “wenige Schritte” entfernt sein würde von einem der wenigen Schauplätze in Deutschland, an dem man Kraniche live erleben kann, das war zwar Zufall… aber ich hatte absolut nichts dagegen einzuwenden.

Natürlich führte dann auch eine unserer ersten “Expeditionen” vom Feriedomozil Prerow, inmitten des Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft gelegen, zum Kranich-Informationszentrum nach Groß Mohrdorf. Schon der Anfahrtweg über lange Alleen und Kopfstein gepflasterte Straßen, war ein “Erlebnis”.
Natürlich wären auch die Zufahrt über Asphalt möglich gewesen, aber “man gönnt sich ja sonst Nichts”!

In der kleinen “Ausstellung” mit leider nur wenigen Exponaten (hier wären Spenden hilfreich) wartete dafür aber ein sehr engagierter Biologe/Ornithologe/Naturschützer auf uns, um uns über einige der  Geheimnisse um Kraniche und deren Verhalten zu informieren. Eine anschließende Filmvorführung zum Thema, stimmte uns vollends auf die besondere Faszination dieser eleganten Großvögel und deren Beobachtung ein.

Eingedeckt mit reichlich Informationsmaterial und 2 wundervollen Bildbänden, fuhren wir dann eine der Beobachtungsstationen an, die in der Nähe des Informations Zentrums errichtet worden waren.

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Um der Allgemeinheit diese einmaligen Tiere näher zu bringen und für die Erhaltung der Natur zu sensibilisieren, sind Beobachtungsplattformen incl. Parkmöglichkeit unmittelbar in Straßennähe errichtet worden, leicht per PKW zu erreichen, denn der interessierte Urlauber soll es möglichst bequem haben. Aber auch die Kraniche sollen so wenig wie möglich durch Besucher gestört werden. Wenn auch ein grosses LEICA Logo auf der Plattform prangte, so war das nicht als Verbotsschild zu verstehen, sondern eher als Hinweis, wer sich an den Kosten für die Errichtung finanziell beteiligt hat. Einige Besucher waren schon vor uns da und informierten unaufgefordert die “Neuen” über lohnenede Blickrichtunen.

Kraniche sind besonders empfindlich und eine sehr hohe Fluchtdistanz von 250-300 Metern sind normal. Entspechend war mit dem blossen Auge auch absolut nichs zu entdecken. Doch da, einge dunkele Punkte… flux das Swaro ausgepackt und die weiten Stoppelfelder “abgescannt”… und tatsächlich, mehrere Gruppen von jeweils 10-20 Tieren fanden sich nach einiger Suche in leichten Mulden der beobachteten Fläche.

Anfang September, das war uns schon klar, da war nicht viel mehr zu erwarten! Der “Schwung” kommt erst später im Oktober und November, wenn bis zu 40.000 Tiere zeitgleich in diesem Gebiet ihren Zwischenstopp einlegen um Kraft für den Weiterflug in ihre Zielgebiete zu sammeln.

Das Sarovski EL 8×32 WB mit seinem grossen Sehfeld (140m/1000m) war besonders hilfreich um die riesigen Felder abzusuchen und Gruppen schnell zu erfassen. Neben uns auf der Beobachtungsplattform hatte ein Niederländischer Kranichfan sein Leica Duovid 10+15 x 50 im Einsatz! Schon interessant, denn die große Vergrößerung bringt doch so Einiges… wenn man die Tiere erst einmal ausgemacht hat! Aber ohne Monopod war da garnichts zu machen und so gesehen als Universalglas ungeeignet. Als “Zweitglas” allerdings… na das wäre schon was. Mal sehen, wie sich das neue Hobby entwickelt… vielleicht sollte ich wirklich  LOTTO spielen.

Wenn wir im Laufe des Urlaubs unsere “Tages-Expeditionen” beendeten, dann so, daß wir gegen 19:00 Uhr an einer der “sicheren” Beobachtngsstelle anhalten konnten. So war es uns dann auch möglich, einige größere Kanich-Gruppen von 60-100 Tieren zu beobachten, die von den Stoppelfelden kommend, zur Abendstunde ihre sicheren Übernachtungsstellen im seichten Wasser des Boddens anflogen. Mit einem “Heidenspektakel” zogen sie mit gemächlichen Flügelbewegungen über uns hinweg, um dann fast taumelnd und mit hängenden Fahrwerken die Landung im flachen Wasser vorzubereiten. Per Fernglas wunderbar zu verfolgen für uns ein einmaliges Erlebnis.

Aber auch am Strand – egal ob Vogelbeobachtung oder Kite-Surfer in rasanter Fahrt, das DLRG-Team beim Üben oder ein schlanker Katamaran auf einer Kufe, nahe an der Kippgrenze – das SWARO war immer im Einsatz.

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Ja, ja, der albene Hut… wer lacht da? Aber die Sonne ist schon immer mein Feind gewesen und die recht gezielten “Bombenabwürfe” der Möwen, die insbesondere in Strandnähe sehr überraschend erfolgten, zwangen mich zu dieser wenig extravaganten Schutzmaßnahme ;-)

Wenn ich nun zurückblicke auf den Urlaub und mir die Frage stelle, war die Wahl gerade dieses Fernglases die richtige, oder wäre eine 10fache Vergrößerung oder eine 42er Variante doch besser geeignet gewesen, so muß ich ganz klar sagen: Das Swarovski EL 8 x 32 WB war für mich genau die richtige Entscheidung!

Denn – um es immer dabei zu haben – ist ein leichtes 32er Kaliber wegen des eigesparten Ballasts genau passend. Die 42er Alternative wäre immerhin ca. 33% schwerer gewesen und das ist garnicht so ohne!

Dazu die nahezu ausschließliche Beobachtung bei guten Licht… auch hier, kein Nachteil mit dem “klein” Glas.

Die 10fache Vergrößerung mit ihrem kleineren Sehfeld wäre beim Abscannen der Stoppelfelder eher ein Nachteil gewesen und auch die Erfassung und Beobachtung größerer Gruppen fällt mit dem “Breitwandformat”  der 8fachen Ausführung deutlich leichter. Auch wäre bei dem oft sehr böigen Wind am Strand, bei dem man fast umgeworfen wurde, durch die kleinere Austrittspupillenöffnung des 10ers keine ruhige Beobachtung möglich. Dann die altersbedingte stärkere Zitterneigung, die schon nach wenigen Sekunden einsetzt und mit dem 10er kein ruhige Beobachtung mehr zuläßt.

Die besondere Haptik des Swarovski EL, mit seinem typischen Durchgriff endlich, ermöglichte eine Beobachtung sogar dann, wenn es geboten war, sich wegen der stürmischen Winde, möglichst mit einer Hand festzuhalten. Selbst einhändig ließ sich das SWARO EL 8×32 WB immer noch wunderbar halten und selbst ein Nachjustieren der Entfernung mit dem Zeigefinger, ist kein Problem… erst nach 5 Minuten ging mir dann doch “die Puste” aus.

Ich bin somit sehr zufrieden und genauso begeistert mit meiner Entscheidung für das SWAROVSKI 8×32 WB wie am erste Tag.

PS

Zugegeben, andere Mütter haben auch schöne Töchter… und wahrscheinlich wäre ich mit einem anderen der “grossen” Logos auf dem Fernglas ebenso zufrieden gewesen. Zumindest aber habe ich die Bestätigung dafür bekommen, daß ein 8×32 als Universalglas die ideale Lösung für meine Tagesbeobachtungen ist.

Warten wir ab, in den kommenden Monaten wird die Dämmerung deutlich früher hereinbrechen, wer weiss, ob ich nicht dann schon wieder in den Katalogen Blätter… bei der 42er oder gar der 50er Fraktion ;-)

Der/Das Virus “Binocularitis brutalis” ist eine wirklich gefährliche Geißel der Menschheit… aber so ein Risiko hat mich schon immer besonders gereizt…

Swarovski EL 8×32 – Und sie bewegt sich doch NICHT !

Swarovski-Habicht-160 Fernglasentwicklungen der letzten Jahre haben berücksichtigt, dass eine Vielzahl an Benutzern eine Brille trägt und diese auch bei ihrem Beobachtungen nicht absetzen will. War in der Vergangenheit auch die Möglichkeit gegeben – durch ausziebare oder schraubbare Augenmuscheln – Gläser der gehobenen und Spitzenklasse sowohl für Brillenträger als auch für normalsichtige Personen gleichermassen brauchbar zu machen, so war aber die Umsetzung in vielen Fällen weniger ideal ausgeführt.

Mittlerweile werden aber echte Fernglas-Neukonstruktionen schon wieder so überdimensioniert (AP > 20 mm), dass der umgekehrte Effekt einteten kann und selbst Brillenträger ihre Augenmuscheln einige mm herausdrehen müssen, damit keine ungewünschten Abschattungen beim Beobachten entstehen.

Da aber der Konstrukteur des Fernglases nicht einen “idealen” Benutzer mit immer gleicher Augenform und Lage vor sich hat, besteht das Problem, wo setzt man die ggf. erforderlichen Rasten im Zwischenbereich an.
Irgendwie passt es jedenfalls nicht oder die Rastkraft ist so schwach, dass doch irgendwann die gewählte Einstellung verloren geht. Also habe ich geknobelt, um eine Möglicheit zu finden, wie mein “zukünftiges” Glas auf einen festen Augen/Brillenabstand eingestellt werden kann, der einerseits für mich ideal passt, andererseits aber auch absolut fixiert ist.

Herausgekommen ist eine “original pepe-Lösung” die auch bei anderen Fabrikaten umgesetzt werden kann und gleichzeitig weder den Geldbeutel noch die technischen Fähigkeiten des Einzelnen ernsthaft überfordert.

Swarovki EL 8x32 - Augenmuschel mit und ohne Modifikation - Frontansicht

Ich habe kurzerhand die passende Anzahl an O-Ringen auf den Aussendurchmesser der Okulartuben geschoben, sodass nach dem Einschrauben auf “Anschlag” der perfekte Augenabstand erreicht ist.
Da diese O-Ringe in nahezu beliebigen Durchmessern und Dicken im Handel erhältlich sind, sollte so jeder die ideale Kombination finden können. Die hier verwendeten Ringe sind kurzer Hand aus der Sanitärabteilung des Baumarkts beschafft worden. Eigentlich sind die hier exemplarisch verwendeten Ringe für die Abdichtung von Ablaufargarnituren an Spülbecken gedacht… passen aber auch hier am Swarovski ganz genau.

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Swarovski EL 8×32 WB – Das neue/alte Hobby

Swarovski HabichtVon den vielen Hobbys, die ich im Laufe meines Lebens begonnen habe, sind so manche im Laufe der Zeit wieder zu den Akten gelegt worden. Aber es sind auch einige wenige, die die Zeiten überdauert haben. Wenn sie auch zeitweilig auf Sparflamme dahingeköchelt haben… die Flamme der Begeisterung brennt noch immer.

Neben der Fotografie ist das ohne Zweifel die Beobachtung meiner Umwelt per Fernglas.

Schon als kleiner Junge hat mich begeistert, die Welt auf diese Weise von Nahem beobachten zu können, mein größter Wunsch also, ein eigenes Fernglas.
Als ich dann von meinem Grossvater “endlich” meinen Wunsch erfüllt bekam, war das eine riesen Enttäuschung, denn mein Glas bestand anscheinend aus 2 alten Flaschenböden und das optische Ergebnis war eine reine Katastrophe… So machte mir das keinen Spass, aber was tun, ohne Geld?

Viele Jahre später dann, die Ausbildung war lange beendet und Familienplanung und Anschaffung der wichtigsten Haushaltsgegenstände erledigt, wurde dann endlich ein RICHTIGES Fernglas angeschaft…

Leitz Trinovid 8x32 BDas Leitz TRINOVID 8×32B 130m/1000m war eine Wucht. Die reinste Freude! Lupenreine Schärfe und höchster Kontrastreichtum verbunden mit einem schönen grossen Gesichtsfeld, konnte ich es auch mit Brille wunderbar benutzen. Endlich war mein Traum wahr geworden! Natürlich war mein Trinovid immer dabei, egal ob Ausflug, Exkursion oder Urlaub. Sorgsam gehütet und auch  nach zig Jahren noch fast “wie neu”. Nie hat es mich enttäuscht. Nie kam auch nur der geringste Zweifel auf, ob es etwas Besseres geben könne.

Oder doch? Ja, da gab es einen Wunsch, den ich gerne erfüllt gehabt hätte.
Die kürzeste Naheinstellung war mit ca. 6 Meter etwas groß, aber das war eben technisch nicht anders machbar. Die optische Physik war eben unüberwindbar! Damit mußte man leben.

Viele Jahre sind seitdem ins Land gegangen. Der Beruf hatte über große Zeitabschnitte das Hobby vollkommen in den Hintergrund gedrängt. Andere Dinge waren wichtiger!

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