Leitz-Service nach 30 Jahren : Die volle Punktzahl!
Nach fast 30 Jahren habe ich noch ein Ersatzteil bekommen… und das ohne jegliche Kosten! Wenn das kein Kundendienst ist! Also mal ein DICKES LOB an den Kundendienst nach Solms mit einem grossen DANKESCHÖN!
Vorher, nacher, da braucht man nicht lange zu überlegen, welcher Text zu welchem Bild gehört, oder? Das Gummi der Stülp-Augenmuscheln war – und das bereits seit einigen Jahren – spröde geworden und an den “Klappstellen” eingerissen, so daß ich sie irgendwann im Urlaub kurzerhand mit einem Cuttermesser sehr unsanft vollständig abtrennen mußte.
Da schon länger hier am Ort und Umgebung die guten Fachgeschäft ausgestorben sind oder der Übemacht grosser Elektromärkte weichen mußten, war kein Ersatz zu bekommen und so wurden die abgetrennten Enden kurzerhand umgekehrt wieder über die Okulartuben geschoben… nicht sehr schön und eines Trinovid sicherlich nicht würdig.
Die Jahre gingen ins Land, man gewöhnte sich an den Zustand und… man sollte nicht so kleinlich sein, das Trinovid ist schließlich ein Gebrauchsgegenstand.
Erst nach dem Kauf des neuen Glases ( ), besann ich mich des Problems, um ggf. den ansonsten sehr gut erhaltenen Oldie noch für ein paar Euronen in der “Bucht” verkaufen zu können. Und da der PC auf dem Tisch steht, habe ich per E-Mail eine freundliche Anfrage beim Kundendienst von Leica gestartet, mit der Bitte, mir eine Bezugsquelle zu nennen, bei der die aufschraubbaren Augenmuscheln doch noch zu bekommen sein könnten…. Es verging nicht eine Woche, da steckte bereits ein gefütterter Briefumschlag in strahlendem Weiss im Briefkasten. Ahh, wohl die Mitteilung, daß man mir leider nicht helfen könne und einige Prospekte mit neunen Produkten zur gefälligen Kenntnisnahme? Weit gefehlt!
Fein säuberlich verpackt, zwei niegelnagelneue Ersatz Augenmuscheln… Ich war platt! Dazu lediglich eine Versandbestätigung mit der Teilenummmer… und KEINE RECHNUNG.
Na Freunde, wenn das kein SERVICE ist, von Leitz/Leica! UND DAS NACH FAST 30 JAHREN!
Das alte Provisorium runter und die “strahlend neuen und elastischen Ersatzteile aufgeschraubt war in maximal 15 Sekunden erledigt… und passte “wie angegossen”! Kein Wunder, ist ja ein original Leica Ersatzteil.
Ob ich das “alte” Glas jetzt bei Ebay verscherbelt habe?
Um Gottes Willen NEIN, wie sollte ich, ist es doch nahezu “wie neu” und wieder voll einsatzbar. Keinerlei Problem mehr, bei der Verwendung mit Brille.
Alles wieder “butterweich”, wie am ersten Tag. So laß ich mir das gefallen!
Wir brauchen uns also nicht unbedingt nach “Neuware” umzusehen, wenn es um die “optische” Begleitung für Theateraufführungen geht. Das kleine und unauffällige Leitz Trinovid 8×32 B wird so sicher noch einige Jahre unser treuer Begleiter sein, bei Veranstaltungen, auf denen wir nicht “jagdmäßig” erscheinen wollen, sondern eher eine etwas zurückhaltendere Gangweise angebracht ist. Denn mit einem jagdgrünen Swarovski EL würden wir beim Besuch einer Balettaufführung garantiert zurückgewiesen werden, aus Angst, wir könnten den “sterbenden Schwan” noch vor dem großen Auftritt “erlegen” wollen. Das kleine Schwarze mit der eleganten Belederung und den neuen Augenmuscheln vom Leica Kundendienst allerdings fällt da kaum auf.
Es lohnt sich also doch, in ein sehr gutes Glas ein paar Mark/Euros mehr zu investieren. Nicht nur die optische Qualität ist erkennbar besser als beim Mittemaß, nein auch die Nutzbarkeit über lange Jahre ist so garantiert.
Plötzlich kam dann ein schlechtes Gewissen, hatte ich mir doch soeben ein neues Allroundglas des alpinen Mitbewerbers zugelegt.
Aber Quatsch! Gestern habe ich das neue Leica Monovid auf der Internetsite entdeckt, ein bildhübsches, schnuckeliges Spielzeug für ältere Jungen (und Mädels) zum “immer dabei haben”. Mal sehen, was in der Bunkerkasse übrig geblieben sein wird, wenn wir aus dem Urlaub zurück sind.
Wer weiß, vielleicht liegt ja dieses Jahr mal wieder einer dieser hübschen weißen LEICA Kartons unter dem Weihnachtsbaum…