EL 8,5×42 SWAROVISION – Endlich vollen Durchblick!
Obwohl noch angeschlagen durch einen kleinen Krankenhausaufenthalt, konnte ich meine Ungeduld nicht zügeln, als in Bonn bei der Firma Jülich die Präsentation der großen Fernglasmarken anstand. Lange schon hatte ich mir die Tage im Kalender vorgemerkt, wie hätte ich sie da ungenutzt vergehen lassen können?
Also, Zähne zusammen gebissen und ab auf die Autobahn… irgendwie ging es dann auch und ich stand im Ladenlokal, ein immer freundlicher Herr Jülich zeigte mir bereitwillig alles, was jedem Fernglasfan das Herz höher schlagen läßt.
Der erste Eindruck
Natürlich war das SWAROVISION der Hauptgrund meiner Aktion, denn nach 1 1/2 Jahren des Wartens und Hoffens sollte es jetzt endlich soweit sein. “Das Glas, welches künftig die Richtung weisen soll”, zumindest wenn man der Werbung und den vielen Blog-Veröffentlichungen der vergangenen Monate anderer Fernglasfeaks glauben schenken will. Hohe Erwartungen also… ich war sehr gespannt!
Herr Jülich baute also ein Quartett an 8×42 bzw. 8,5×42 vor mir auf… meine Hände begannen zu zittern und das lag nicht an meiner unzureichend auskurierten Krankheit… die war vollkommen vergessen.
Das neue SWAROVISION ist schlank, deutlich eleganter von der Formgebung als sein Vorgänger, fast zierlich wirkt es. Die geschwungene Außenform hat man verlassen und eine reiner Kegelform ohne den angesetzten Bogen im Bereich der Okulare.
Ein wenig gespart hat man auch an der Höhe, nicht viel, aber man merkt es deutlich. Wieso der schräge Schnitt der Armierung an der Okularseite, ist mir nicht erklärlich. Da muß ein Designer seine Finger im Spiel gehabt haben, Sinn macht es für mich aber nicht… es sieht einfach “schief” aus! Ob man damit die 800 Gramm Grenze unterbieten wollte? Mhhh? Für mich und meiner Idee, einer “Okularmuschel-Justierung per O-Ring” kommt es jedenfalls NICHT entgegen. Die aber ist erforderlich, denn es fehlt leider die erforderliche Zwischenraste bei den ausdrehbaren Augenmuscheln (AM). Ein Problem, denn erstens drehen die sehr leicht und ohne großen Widestand und zweitens wurde der AP-Abstand auf 20mm vergrößert, wodurch auch Brillenträger die AMs einige Millimeter Herausdrehen müssen, um den perfekten Einblick ohne Abschattungen zu erzielen.
Im Bereich des geteilten Brücke hat man die Gummiarmierung über das Rahmenmetall gelegt. Nicht schlecht, denn im Winter bekommt man nun nicht mehr so schnell kalte Finger, wenn man die Handschuhe aus läßt.
Die sichtbare Metallkontour ist mehr elliptisch ausgeführt, was dem Glas ein wenig Schwung verleiht und ein Gegenpart zur nun gradlinigeren Rohrkonstruktion darstellt.
Bei der mechanichen Umsetzung der Knickbrücke hat man ebenfalls im Sinne einer Gewichtseinspaarung geschwungene Übergänge gewählt, was dem Glas zusätzliche “Leichtigkeit” verleiht… zumindest hat man den Eindruck, bis man es in die Hand nimmt. Gewogen habe ich es nicht, aber der Gewichtsunterschied ist “gefühlt” nicht vorhanden. Verständlich, wenn man sich das Schnittbild vergegenwärtigt, da ist ja auch so Einiges MEHR drin in den Tuben des SWAROVISION.
Das Gummimaterial der Armierung entspricht dem des alten EL, also ein absolutes PLUS. Ich empfinde diesen Werkstoff als perfekt für die Einsatzzwecke! Weder zu kleberig noch zu rutschig, so ist es für mich ideal.
Der visuelle Versuch
Nun der Gang an die frische Luft mit Herrn Jülich und den Swarovski-Brüdern. Ein erster Blick. Vorsorglich hatte Herr J. die Augenmuschen schon 3-4 mm herausgedreht, so daß es sofort passte. Keine Probleme beim Einblick. Ein helles Bild und saubere Farben, wie erwartet, aber… KEIN WOW EFFEKT kommt auf!
Doch da was ist das? Das Bild zittert! Ist es die Aufregung oder meine notdürftig überstandene Krankheit?
Noch einmal konzentriert angesetzt in Richtung Rhein… scharfgestellt… sehr schön scharf, wirklich!
Doch sofort wieder leichtes Zittern! So ein MIST! Das kenne ich von meinem EL 8×32 überhaupt nicht! Was ist bloß los?
Ich ändere die Haltung der linken Hand in Richtung Objektiv. Jetzt steht das Bild ruhig. Richtungswechsel die Strasse hinauf, weg vom Rhein. Dumm, jetzt komme ich mit meinen kleinen Händen nicht mehr so gut an das Justierrad. ich muss umgreifen und… ZITTERN!
Herr J. reicht mir das “alte” EL. Ich kann seinen Gesichtsausdruck nicht interpretieren, er meinen wohl schon.
Das EL sitzt sofort. Keinerlei Zittern. Ein “Bombeneinblick”, ohne Herausschrauben der Augenmuscheln absolut ideal. Das Fokussieren klappt perfekt
Noch einmal das SWAROVISON genommen und jetzt… wieder Zittern
(
Da stimmt was mit dem Schwerpunkt nicht! Herr J. bestätigt, daß sich der nach vorne verschoben hat, auf Grund der geänderten Innenkonstruktion. Ich balanciere es aus und schätze einen gut 2 Finger breiten Unterschied zwischen beiden Versionen. Das gefällt mir nicht besonders!
Wie sieht es nun aber mit der Schärfe aus? Die Betrachtungsmöglichkeiten vor dem Ladenlokal sind zwar nicht ideal, aber auf den 2. Blick zeigt sich dann schon eine deutlich merkbare Verbesserung der Randschärfe des SWAROVISION gegenüber seinem älteren EL Bruder. Wer das auf Grund seiner Beobachtungsweise braucht wird sich feuen, ca. 95 % des Sichtfeldes sind scharf, wenn man die gegenüberliegende Hauswand anpeilt… beachtlich und in der Qualität bisher noch nicht erlebt!
Aber wie sieht es mit dem “Globuseffekt” aus, der muß ja in Folge vorhanden sein? Ja, er ist da, wie sollte er auch nicht? Aber er hält sich in Grenzen und man muß keine Tüte parat halten, nur weil man mal einen schnell vorbeifliegenden Vogel verfolgt. Das würde ich durchaus akzeptieren und könnte damit leben. Wenn nur dieses Zittern nicht wäre!
Ein Quervergleich mit einem Zeiss Victory 8×42 und einem Leica Ultravid 8×42 bestätigte meine Meinung… bei keinem Glas neige ICH so sehr zum Zittern, wie bei dem neuen SWAROVISION. Etwa so, als hätte ich ein 10×42 in der Hand. Das geht so nicht!
Nach wie vor scheint für mich das Zeiss die größte Helligkeit zu besitzen, das Leica den schönsten Kontrast.
Da hat sich also beim SWAROVISION wohl nicht so viel getan. Auf Farbkontouren konnte ich nicht kotrollieren… man müßte den Schatz mal für ein paar Tage Testen können…
Wirklich merkbar ist allerdings die tolle Randschärfe des SWAROVISON, da setzt es wirklich Massstäbe, bei – für mich – vernachlässigbarem “Globuseffekt”.
Der Versuch einer Analyse meines Problems mit dem SWAROVISION
So langsam beginne ich zu frösteln, nein, nicht wegen des unerwarteten Verlaufs meines “Tests”, es ist einfach zu schattig auf der Straße. Also ab ins Ladenlokal und die Dinge analysiert. Ein weiterer Hinweis auf eine “nach vorne” verschobenen Gesamtschwerpunkt finde ich auf der Rückseite des SWAROVISION.
Vergleicht man die Form der Daumenmulden, erkennt man deutlich, das der Konstrukteur schon die Haltung des Glases anders vorgibt, als beim EL. Die Mulden haben einen ausgeprägten Verlauf in Richtung Längsachse, was nur dann ideal passt, wenn man das Glas mit der Hand deutlich weiter vorne umfasst. Dann liegen die Daumen in den Mulden und das Glas liegt “stabiler”… nur ist dann für mich leider das Fokussierrad nicht mehr ohne Probleme zu bedienen… und das empfinde ich als gravierenden Nachteil denn wer bewegliche Ziele anvisiert und verfolgt, der ist pausenlos “am Fiedeln”.
Die schlanker wirkende Neukonstruktion hatte mich im Vorfeld hoffen lassen, daß bei meinem Augenabstand am Ende soviel mehr an Raum vorhanden wäre, um den Fingern genügend Platz zum “Rundumgriff” zu lassen, das war aber nicht so. Verglichen mit meinem EL 8×32 wird schnell deutlich, daß der theoretische Vorteil der geteilten Brücke bei den grossen Büdern durch den merklich größeren Rohrdurchmesser leider nicht vorhanden ist. Kann man beim 32er ganz bequem sogar mit behandschuhten Händen zugreifen, wird es sowohl beim EL als auch beim SWAROVISION selbst im Sommer sehr knapp. Die etwas bauchigere Außenform des EL kommt mir dabei – zur eigenen Überraschung – sogar mehr entgegen als die konische Ausformung des SWAROVISION.
Grundsätzlich ist das SWAROVISION natürlich auf allerhöchstem Niveau, so daß ich mir jedes Wort darüber sparen kann. Trotzdem oder gerade deswegen kann ich meine pers. Enttäuschung nicht verbergen. Waren meine Erwartungen zu hoch? Bei einem Preis, der sicherlich über 2000 Euro liegen wird, darf man schon höchste Erwartungen haben, denke ich.
Ich möchte hier ausdrücklich darauf hinweisen, daß es sich schon um ein sehr exquisites Glas handelt von allerhöchstem technischen und optischen Niveau… nur für MEINE Hände passt es nicht so auf Anhieb, wie ich es gerne hätte. Jeder sollte das NEUE unbedingt in die eigene Hand nehmen und testen, wie er klar kommt. Ich bin sicher, das Problem liegt weitestgehend bei mir
Persönlich ärgere ich mich nun “kriminell”, nicht doch vor 3 Monaten das “60 Jahre Jubiläumsangebot” von Swaroski angenommen zu habe. Denn das “alte EL” braucht sich keinesfalls gegenüber seinem jüngeren Bruder SWAROVISION zu verstecken. Da passte für “meine Hände und Augen” einfach alles bestens zusammen. Nun grüble ich darüber nach, ob ich noch versuchen soll, so ein “altes EL” zu ergattern… denn noch sind welche am Markt, weiß der Teufel, wie lange noch!?
Wer also in 2009 noch ein EL erstanden hat, kann sich beruhigt zurücklehnen… das gute Stück wird auch weiterhin zur Elite der Binowelt gehören, davon bin ich jetzt überzeugt! Auch wenn das SWAROVISION in Hinblick auf die Randschärfe neue Maßstäbe gesetzt hat. Ein Fernglas ist eben mehr als reine Optik…
Weitere Vergleiche… weil die Gläser in Bonn einfach so “rumstanden”…
Die Firma Jülich Bonn hat außer dem sehr kompetenten Fachmann im Geschäft noch den unschlagbaren Vorteil, die europäischen Spitzenmarken unter einem Dach zu versammeln. Klar, daß ich auch mal einen Größenvergleich mit der Konkurrenz fürs “Familienalbum” festgehalten habe. Da mir der tolle Kontrast des Ultravid besonders ins Auge gestochen hatte, wurde gleich das 42er Leica Modell genommen.
Schon erstaunlich, wieviel kompakter die Konstrukteure aus Wetzlar ihr Baby hinbekommen haben.
Aber auch verblüffend, wenn mal dem Ultravid 8×42 einmal das EL 8×32 gegenüberstellt. Nach dem Vergleich der reinen Katalogdaten hätte ich nie gedacht, das die beiden unterschiedlichen Ferngläser auf den ersten Blick fast gleich groß erscheinen!
“Schwarz macht schlank“, war der spontane Kommentar der “geduldigsten Ehefrau von Allen” und so ganz Unrecht hat sie nicht, oder? Meine ursprügliche Abneigung gegen das Leica-Glas wegen des ehemals fürchterlichen Fokussiertriebs der Vorversion kann ich übrigens zum großen Teil revidieren. Die HD version ist schon deutlich besser gelungen, wenn auch längst nicht so butterweich wie bei meinem “uralten” Trinovid.
Vielleicht jetzt ein ernstzunehmender Konkurrent zum SWARO, zumal es mir sofort gut in der Hand liegt?
Ein Tag später und ohne jede “Aufregung” über meine sponntane Enttäuschung
24 Stunden sind vergangen, mein “Ärger” über das Ergebnis meiner Fahrt nach Bonn sind verflogen und beim Lesen meiner Notitzen bekam ich einen Schrecken. War das Glas wirklich so schlecht?
NEIN, im Gegenteil! Formal ist es nun weniger plump, als sein Vorgänger, es wirkt fast zierlich durch die schlanke Kegelkalottenform der beiden Tuben. Die äußere Schlankheitskur konnte den größeren Glasanteil im Inneren kompensieren, sodaß die 800 Gramm Marke beibehalten werden konnte.
In Helligkeit und der Kontrast kann das SWAROVISION seine Konkurrenten immer noch nicht schlagen, diese Features sind allerdings nur um winzige %-Werte geringer als bei den Mitbewerbern.
Bei der Randschärfe aber, da ist es merkbar besser als der Rest des Marktes. In Folge handelt man sich zwar einen leichten Globuseffekt ein, was aber je nach Art der Beobachtung ggf. garnicht ins Gewicht fällt. Ornithologen mögen bei schnellen Schwenks die Sache anders beurteilen, mich würde es nicht besonders stören.
Das Einblickverhalten hat zwar geringfügig genüber dem Vorgänger glitten, ist aber immer noch als sehr gut zu bezeichnen.
Zusammenfassend kann ich also sagen:
Sollte mir der Weihnachtsmann dieses Jahr so einen grünweißen Karton unter den Weihnachtsbaum legen mit dem Aufdruck EL 8,5×42 SWAROVISION… ich könnte mich schon daran gewöhnen… Die bisher übliche Handhaltung beim Fernsehen müßte ich allerdings vollkommen ändern, aber wir würden uns schon befreunden … mit der Zeit. Sollte es aber ein “altes” EL 8,5×42 werden, so würde ich auch keine Trauer aufkommen lassen, denn das ALTE ist nicht so wesentlich schlechter als sein jüngerer, schlanker Bruder.
Warten wir also mal ab, was der alte Mann mit dem weißen Bart dieses Jahr in seinen roten Schlitten gepackt hat… wenn er überhaupt in 2009 etwas für den guten pepe dabei hat!
Und sollte er tatsächlich nur Socken und Obehemden abladen… ja dann haben die Absamer Konstrukteure ja reichlich Zeit, sich zu ein paar “kleinen Unsauberkeiten” noch weitere Gedanken zu machen und an der technischen Umsetzung im Detail zu feilen. Ich bin sicher, sie grübeln schon jetzt darüber nach!





Hallo Pepe,ich habe Ihren Bericht mit grosser Aufmerksamkeit und auch mit ein bisschen Schmunzeln gelesen. Schmunzeln nicht wegen der Swaros, sondern wegen der Vorfreude auf ein neues Glas allgemein. Bei mir hat das Warten nun auch ein Ende. Morgen fahren meine Frau und ich zu einem Fernglas-Fachgeschäft. Ich habe im Jülich-Forum von vielen Beiträgen aller Art,auch von Ihren, einiges lernen können, was ich bisher so nicht wusste. Nun ist es aber an der Zeit, mein ehrwürdiges “altes” Trinovid, mit einen leistungsfähigeren grösseren Bruder zu ergänzen. Das Serum gegen das Virus Binocularis brutalis, heisst:
Zeiss 10X56 T* FL. Dicker Brummer ja, aber ich bin es gewöhnt, viel Marschgepäck mit zu schleppen. Da meine Fotoausrüstung in der Zwischenzeit auch um einiges leichter geworden ist, hebt sich das sowiso auf. Ich habe nun lange hin und her überlegt. Das Universalglas gibt es sowiso nicht. Da ich auch astronomische Beobachtungen mache, nehme ich das Mehrgewicht gerne in kauf. Laut Augenarzt öffnen meine Pupillen im nur leicht abgedunkelten Sprechzimmer beide auf immer noch 5 mm! Freude herrscht!! Am Tag bietet die grosse Austrittspupille einen guten Sehkomfort.(Zentrierung am Auge) Wenn es dann mal sein muss, macht das Glas auch mit dem Booster bei 30-facher Vergrösserung immer noch eine gute Figur. Auch ich werde dann beim First Light zittrige und feuchte Hände haben. Dann aber nicht wegen der Balance! Ich werde Ihnen gerne meine Erfahrungen mit dem Glas mitteilen. Mitte Mai bis Ende Juni mache ich in Griechenland Urlaub. Und zwar via Venedig mit der Fähre nach Patras, dann kreuz und quer durch die Peloponnes, anschliessend noch in den Nordwesten,die Zagoria. Natürlich nicht ohne mein neues Glas!
Eine Astroreise nach Namibia steht auch noch an. Also Sie sehen, das gute Stück steht nicht nur in der Vitrine.
Mit freunlichen Grüssen R. Aschwanden
Oh, das ist ja ein tolles Weihnachtsgeschenk… beneidenswert.
Ich habe mir dieses “schnuckelige Monstrum” vor ein paar Tagen auch mal angesehen… eine echte “Wucht”! Als würde jemand die Halogenscheinwerfer einschalten…
Leider für mich viel zu klobig – ich habe zu kleine Hände dafür und zu viel Zittern… ja, vor 20 Jahren vielleicht
Das äußerste der Gefühle ist tatsächlich die 8×42 Klasse, denn ein Stativ möchte ich nur ungerne mit mir rumschleppen.
Um geeignetes “Beobachtungsmaterial” muss man in Ihrem Hause ja keine Sorgen haben… da ist bestimmt so einiges zu sehen auf der geplanten “Expedition”.
Na, zunächst wird es ja sehr kurzweilige Weihnachtstage geben… ist es nicht schön, wenn man sich auch im “fortgeschrittenen” Alter auf sein neues Spielzeug so freuen kann.
Viel Spass und gute Sichtungen jegliche Art… und ich bin schon sehr gespannt auf die ersten Erfahrungsberichte
mfG
pepe
Halloho Pepe,
jawohl, es ist bestellt und sollte am Dienstag oder Mittwoch abholbereit sein.
Also, wir waren heute im besagten Geschäft. Ich habe mein treues “altes” 7X42 und das 10X25 Trinovid zum Vergleich dabei gehabt.
Der erste Vergleich: das FL ist knackiger. Farbsäume fehlen fast völlig. Dann der Nahbereich, sensationell. Ich schaue generell ohne Brille. Da ich weitsichtig bin, liegt der Nahpunkt beim Trinovid bei ca. 15-18 Metern. Der FL-Bolide lässt sich bei mir auf die versprochenen 3 Meter einstellen! Gewaltig! Dann ein Blick auf einen Aussichtsturm auf einem Hügel.(Heute waren nicht unbedingt die besten Bedingungen, trübe und beginnendes Schneetreiben.) Also zuerst mit dem Trinovid 7X42. Der Turm ist gut zu sehen. Auch gewisse Strukturen und der Blitzableiter gegen den Himmel. Dann der Wechsel zum 10X56T* FL. Jetzt geht auch durch meine Hände ein leichtes Zittern, aber vor Freude und Erstaunen. Am Balkon des Turmes kann man einwandfrei die Holzbalken des Geländers erkennen! Wechsel zum 7X42, nichts, nur eine graue Fläche. Nicht weil die Vergrösserung zu wenig ist, Kontrast und Auflösung reichen einfach nicht. Dann mit dem 10X25: auch nichts zu erkennen. Wieder der FL, ja, es ist kein Wunschbild, die Balken sind einwandfrei und scharf zu sehen! Und wie hell das alles ist. Einfach ein Traumglas. Sie können sich gar nicht vorstellen, wie egal mir nun Grösse und Gewicht sind. Überigens, das Gewicht ist mir gar nicht so störend aufgefallen. Das Glas ist wunderbar ausbalanciert und die Fokusierwalze für mich genau am richtigen Ort. Auch die schnelle Fokusierung gefällt mir. Nun wird mein geliebtes Trinovid, welches mich 35 Jahre lang in so viele Ecken der Welt begleitet hat, in Pension gehen. Das 10X 25 werde ich ev. später mal durch ein 8 oder 10X32 ersetzen. Sie haben völlig recht, es ist schön, wenn man sich noch als “alter Sack” noch wie ein Kind auf etwas freuen kann.
Ich wünsche Ihnen und der Familie frohe Festtage und ein Gesundes neues Jahr.
Mit freundlichen Grüssen
R. Aschwanden
Lieber Pepe,
vielen Dank für diesen Einblick.
Schon seit Monaten warte ich auf einen ersten Testbericht des Swarovision im Web.
Ich selbst werde erst im Februar auf der Dortmunder Messe die Gelegenheit haben, durch dieses Glas mal durchzuschauen und hoffe, dass die Vorführmodelle aufgrund des großen Interesses überhaupt mal für 5 Minuten verfügbar sind.
Als Pirschgänger bin ich naturgemäß “Sehfeldfetischist” und verwende das Zeiss Victory 7×42 T*FL und ein Nikon HG DCF 8×32.
Ein Swaro fehlt noch in der Sammlung. Meine Hände sind alles andere als klein, so dass die Kopflastigkeit bei mir hoffentlich kein Zittern auflösen wird. ;o)
Mit besten Grüßen und Wünschen
Markus Groß
Bei meinem vergangenen Besuch bei Jülich BN habe ich das Victory 7×42 ebenfalls in der Hand gehehabt… und natürlich auch durchgesehen.
Ein TOLLES Glas!
Ein wahnsinns Sehfeld von 150m/1000m und dazu merkbar kompakter im Vergleich zum 8x42er Modell, was im Katalog garnicht so deutlich wird, im echten Einsatz aber bestimmt ist.
Das würde mir auch sehr gut “zu Gesicht stehen”.
Jeder “ältere” Fernglasfreund sollte sich dieses feine Teil unbedingt mal näher ansehen; liegt super in der Hand und hat ein Sichtfels wie im Breitwand-Kino. Das ist bestimmt (auch) eine größere Sünde wert
Hallo Pepe,
vielen Dank für den Bericht! Ich denke auch über einen Fernglaskauf nach, als Ergänzung für mein 80er Swarovski Spektiv. Ja, es gibt noch 8,5×42 in der 60 Jahre Edition, sogar sehr günstig – erst recht gegenüber den Neuen. Aber brauche ich das? Das Mehrgewicht hält mich ab. Zum gleichen Preis könnte ich auch das EL 8×32 in den Traveler-Farben bekommen. Es soll eher das Spektiv mit einem großen Sichtfeld ergänzen und bei der “Zielauswahl” helfen, bei interessanten Details wird das Spektiv ausgepackt. Daher tendiere ich im Moment zum (alten) EL 8×32.
Was denken Sie? Danke.
Also… wenn ich das SWARO-Spektiv zu schleppen hätte… gäbe es nur eine Wahl:
Natürlich das EL 8×32 WB und selbstverständlich in GRÜN, damit es zum Spektiv passt!
Das kleine ist eine Wucht, was das Sehfeld und das Handling angeht!
Wenn es aber besonders kompakt sein muss: Unbedingt das ZEISS Victory 8×32 FL T* versuchen!
Hallo Pepe,
Danke für die Beratung!
hiermit möchte ich vom Resultat berichten – es ist das grüne EL 8×32 geworden, das paßt nun wirklich besser zum Stativ als das Traveler
Die Traveler Farben fand ich schon auch sehr schon, aber der helle Alu-Ring an den Augenmuscheln hat mich irgendwie gestört, warum ist der nicht schwarz wie beim grünen, wenn am Traveler doch auch schwarze Teile sind? Aber das ist ja nun egal …
Das Handling ist wirklich toll, für meine eher kleinen Hände.
Naja, das Swaro zu schleppen ist dank einem vernünftigen Fotorucksack eher kein Problem (eine Lumix G1, DCB-A, Carbonstativ etc sind auch noch dabei), ich habe mich daran gewöhnt.
Jetzt warte ich nur noch auf Sonne, der lange Winter geht mir inzwischen auf den Keks …
Happy birding und alles Gute,
Frank
Na dann… meinen Glückwunsch, ich halte das für eine perfekte Kombination!
Momentan liebäugele ich auch mit einem Spektiv… das Swaro mit seinem zentralen und großen Einstellring haben es mir besonders angetan.
Aber das NEUE Zeiss, welches ab März im Handel sein soll, werde ich auf jeen Fall abwarten, denn die Jungs von Zeiss haben schon so Einiges auf dem Kasten. Und ein paar Jahre mehr an optischem Berechnungs Know-How sicherlich auch… warten wir also ab.
Gut dass, das Geld etwas knapp ist… wäre das anders, hätte ich hier wohl mehrere dieser tollen Spielsachen rumliegen
Und irgendwie ist die Überlegung, das Katalogwelzen und die endgültige Entscheidungsfindung ja auch eine interessante Beschäftigung… und zuden auch noch “erstmal” kostenlos…
Viel Spass also, bei den kommenden “schönen” Tagen. Denn auch wenn die guten Stücke wasserdicht sind, so ganz gerne möchte man seine Schätze ja doch nicht den Unbillen der Natur aussetzen!
Hallo Pepe, danke für die Glückwünsche.
Dazu hab ich aber schon das neue 25-50wide Okular genommen, das lohnt sich.
Das ATS80HD hab ich mir noch schnell wirklich günstig im Ausverkauf geholt, als die ATM eingeführt wurden. Die paar Gramm weniger waren mir die Euros nicht wert
Trotz grauem Himmel war ich am Wochenende unterwegs. Das Handling des EL ist ein Traum. Heute flog mir ein Trupp Schwanzmeisen vor das Glas, das Spektiv war noch gar nicht ausgepackt
Insbesondere verglichen mit dem HD Spektiv ist mir in manchen Situationen ein Farbsaum aufgefallen. Bin mir noch nicht sicher, wie stark es mich stört – aber fotografieren will ich ja durch das Spektiv. Hatte mir halt eine bessere Korrektur erhofft, aber das sind wohl keine HD Linsen.
Gruß
Frank