LX3 – Die “Immer dabei” Kamera, die ich gesucht habe…
Meine erste Voigtländer BESSA war vor ca. 50 Jahren eine Kamera, die man wegen ihrer Bauform und Größe “IMMER DABEI” haben konnte! Solides Metallgehäuse mit einklappbarem Balgen und sehr gutem Objektiv aus deutscher Fertigung, passte sie – einschließlich Sportsucher – in jede mittelgroße Mantel- oder Jackentasche!
Leider waren damals die Film und Entwicklungskosten nahezu unerschwinglich, zumindest für einen armen Schüler wie mich. Auch waren weder die maximal nutzbare Lichtstärke des Objetivs noch die erreichbare Filmempfindlichkeit damals gängiger Feinkorn-Negativ-Filme wirklich geignet, ohne Blitz oder Stativ innerhalb geschlossener Räume oder bei schlechten Lichtbedingungen zu fotografieren.
Es waren Zeiten, in denen so mancher Fotofreund einen 12er Film “Monate lang” in der Kamera hatte und ganz ganz vorsichtig damit umging, weil die Kosten pro Aufnahme so groß waren, daß man sein Taschengeld für die nächsten 12 Monate schnell los war, wenn man unbedacht fotografierte. Es hieß eben “haushalten”.
Es müssen ja nicht immer aufwendige TOP-Fotos sein. Im höheren Alter möchte man “einfach” was für die Erinnerung.
Die Kosten pro Foto verringerten sich zwar im Laufe der Jahre und Jahrzehnte erheblich, aber alles was danach an Kameras kam, war von Abmessungen und Gewicht her eher ewas für einen Gewichtheber während der Olympia-Vorbereitung. Weniger eine Kamera, die bei Wind, Wetter und jeglicher Beleuchtung am Mann getragen werden konnte, um zum richtigen Moment für einen besonderen Schnappschuss oder bei einem spezielles Motiv bereit zu sein.
So kam es, daß viele “unwiderbringliche” Fotos garnicht geschossen wurden, weil die Kamera mal wieder zuhause geblieben war. Wie oft habe ich mir gewünscht, eine extrem kleine Kamera mit lichtstarkem Objektiv zu besizen, die bei jedem Familientreffen immer “griffbereit” war und die man auch “ins Theater” mitnehmen konnte. Es gab zwar so einiges an Leichtgewichten und Geräten mit kompaktem Baumaß, aber die erreichbare Bildqualität war dann meist so “eingeschränkt” daß ich immer von der Anschaffung abgesehen habe.
Das Warten hat ein Ende! Es gibt sie endlich, die Panasonik Lumix LX3 … und ich habe sie IMMER DABEI
Immerhin aus gut 30 Meter Abstand und ohne Blitz oder Stativ geschossen… da will ich nicht klagen!
Die LX3 ist kompakt und leistungsfähig… und tatsächlich “immer dabei”
So auch bei der kürzlich stattgefundenen Nokia Night OF The Proms 2008 in Oberhausen. Die kleine, fast unscheinbare LX3 wurde von der Eingangskontrolle keines Blickes gewürdigt oder gar als PROFESSIONELL eingestuft, geschweige denn als in der Lage, den Profifotografen im Saal Konkurrenz machen zu können. Also konnte ich sie einfach mit in den Saal nehmen und während der Veranstaltung ein paar Erinnerungsfotos schießen. Natürlich ohne Blitz und aus der Hand… no Problem
Natürlich ist eine Nikon oder Canon mit einer GROSSEN Tele-Kanone niemals durch so ein Baby zu ersetzen. Das ist mir schon klar, habe ich doch selber einige (gefühlte) Tonnen an Ausrüstung dieser Art zuhause im Schrank liegen, wo sie verstauben. Aber für die üblichen Fotos, die man an langen Winterabenden mal seinen Freunden zeigen möchte (die Ärmssten), reicht es allemal. Auch zum Speisen eines der modernen Flachbildschirme mit 40-50 Zoll Diagonale und HD Auflösung reicht es “dicke”, wenn man bedenkt, daß dort ja maximal 1920 x 1080 px benötigt werden… Und mal ehrlich, sehen die Bilder auf diesen Monitoren nicht echt GUT aus?
Das Auge läßt sich so wunderbar betrügen. Man sieht, was man zu sehen glaubt, weil man das Original ja bereits in den eigenen grauen Zellen gespeichet hat, daß kleinere Unsauberkeiten garnicht bemerkt werden.
Und seien wir weiter objektiv, wer von deinen Freunden hat denn überhaupt Fotos, die den eigenen das Wasser reichen können? Die sind doch sowiso weit über dem Durchnitt und brauchen sich keinem kritischen Vergleich mit denen der Freunden entziehen… oder etwa nicht?
Natürlich hab ich auch mit dem “MultiFilm-Modus” experimentiert. Nur um zu sehen, wie es wird, direkt aus der LX3.
Aus dem 24-60 mm Objektiv wird eine Brennweite von 24-124 mm
Auch die Kritik an der “mageren” Telebrennweite der LX3 kann mich nicht beunruhigen. Natürlich ist ein Zoom mit 24-60 mm “objektiv” gesehen mehr als mager. Auch ich habe lange übelegt, ob ich da wohl auskommen werde, zumal meine Hauptbremmweiten bis dato zwischen 135 und 200 mm lagen.
In Zusammenspiel mit dem Einsatzgebiet aber, welches ich heute habe (und zu diesem Zielbereich gehört wohl die Masse der Hobbyfotografen) relativiert sich das zu einer durchaus akzeptablen Brennweite. Vergleiche ich die maximale möglichen 3968 x 2232 px, die bei der LX3 im 16 x 9 Modus realisierbar sind mit der Größe eines sehr guten Flachbildschirms für das Wohnzimmer mit 1920 x 1080 px, so erhalte ich einen Breitenfaktor von 3968 / 1920 = 2,067.
Mit diesem Wert multiplizert errechnet sich eine sehr nutzbare (virtuelle) Brennweite von 24-124 mm
Ausserdem brauche ich beim Fotografieren garnicht übermäßig kleinlich zu sein, da ich die gewünschte Telewirkung ja auch gut auf dem heimischen Schreibtisch (am PC oder Mac) realisieren kann und dazu noch ein wenig den Ausschnitt variieren und/oder digitale Kosmetik betreiben. Natürlich kann ich aus Abfall keine Schokolade produzieren… aber das Ziel einer praktikablen Brennweitenbereichs erreiche ich locker.
So habe ich ein 24er Weitwinkel-Objektiv mit einer wunderbaren Lichtstärke von f : 2.0 auf der einen Seite und ein (virtuelles) Tele mit 124 mm Brennweite auf der anderen Seite… und ein optischer “Verwackelungsfilter” ist auch noch integriert! Herz, was willst du mehr
So gesehen ist der Preis der Lumix LX3 eher als lächerlich gering einzustufen, denn es geht ja nicht um den Preis/kg sonder um Preis/Leistungsvermögen und der Wert ich (ganz subjektiv betrachtet) überragend.
PS: Man kann sich eben alles “hinrechnen”… wenn man will





Hallo Pepe,
eine schöne Seite ist das hier. Bin gespannt auf Deine weiteren Bilder und Erfahrungen mit der Panasonic. Habe die D-Lux 4 jetzt seit Oktober und bin schlicht begeistert. Die D200 bleibt seither ziemlich oft im Rucksack. Gruß, Holger
Hi Holger,
danke für dein Lob, das wird mich für mindestens 4 Wochen motivieren, am Ball zu bleiben.
Ich werde mich im kommenden Jahr bemühen, zu Allem, was man so an fotografischen Dingen mit der LX3 machen kann, etwas zu schreiben, damit der eine oder andere NewBee sich das Lesen des Handbuchs ersparen kann.
Das ist nämlich bei weitem nicht so gut geschrieben, wie das der Schwester D-Lux 4, womit ein Punkt an die Leica geht
Anders als du, betreibe ich das “Publizieren” von Beiträgen als reinen Zeitvertreib, also hab Nachsicht, wenn es um Rechtschreibung und Kommasetzung geht.
Hi Pepe,
man, ich war so lange nicht mehr hier, da hab ich ja jetzt richtig was aufzuholen.
Also, also so langsam hast du mir mit der kleinen wirklich den Mund wässrig gemacht. Wie ich lese läßt der Holger nun seine SLR auch immer öfter im Schrank. Hmmmm, kanns sein, dass ich da was verpasse?
Moin Sue,
dein Kamera-Equipent ist ja sicher eher für den professionellen Einsatz ausgerichtet, während die LX3 eher für den engagierten Amateur ausgelegt ist.
Aber als Taschenkamera für den Fall, dass du deine “dicken Linsen” mal nicht mitschleppen willst und trotzdem keinen schuss verpassen willst auch bei denkbar schlechten Lichtverhältnissen … da ist so ein Baby sehr hilfreich.
Seitdem ich die kleine habe, bin ich tatsächlich NIE mehr ohne unterwegs