Veröffentlichung: 25.06.2007 - 02:06 | von: Pepe
pepes ”wahre” Foto-Geschichte, zusammengefaßt in 10 Akten
Die Schule war beendet… endlich! Das Abitur im Sack meinte ich, die Welt umarmen zu können. Mittlerweile teilte ich meine Freizeit zwischen der Fotografie und einer “festen Freundin” auf, was mir
- zugegebenermaßen – nicht schlecht gefiel. Der zeitliche Schwerpunkt lag deutlich verschoben in Richtung “fester Freundin” aber das ärgerte mich eigentlich weniger, ganz im Gegenteil.
Bei einem der ersten Besuche im Elternhaus meiner “Angebeteten” machte ich eine folgenschwere Entdeckung… Der Vater meiner Liebsten war ebenfalls Fotofan und - verdammte Tat - Besitzer einer Leica M3 nebst einiger ausgewählter Objektive
Wen wundert’s, daß die Gespräche “nach dem Essen” immer wieder mal auf die Fotografie zu sprechen kamen, etwas zum Unwillen meiner Freundin…
Aber meine Angebetete hatte die Liebe zur Fotografie von ihrem Vater geerbt und so fügte sich manches recht schnell zusammen. Im ersten gemeinsame Urlaub wurde - unter anderem - sehr viel fotografiert, jeder hatte “natürlich” seine eigene Kamera dabei und es entbrannte ein kleiner Wettstreit, wer denn das bessere Auge für Motive hätte. Ich muß gestehen, schon damals war ich hoffnungslos unterlegen…
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Veröffentlichung: 23.06.2007 - 12:06 | von: Pepe
pepes ”wahre” Foto-Geschichte, zusammengefaßt in 10 Akten
Wenn man sich “zu meiner Zeit” mit der Fotografie wirklich auseinandersetzte und richtig gute Fotos erzielen wollte, so lag es nahe, sich nicht auf die Arbeit von Anderen zu verlassen, sondern auch die kleinste Kleinigkeit selber in Händen zu haben. Nachdem also die Kamera vorhanden war, Objektive mittlerweile auch die Universal-Kameratasche deutlich mit Gewicht belasteten, stand der nächste Schritt bevor. Die eigene Negativentwicklung.
Weiß der Himmel wieso, aber irgendwie war ich nicht mehr so recht zufrieden. Trotz bester Kamera und Objekttivtechnik fehlte etwas… das letzt Quäntchen Perfektion! Was, wenn das schon unmittelbar nach dem Schuß verloren ging, in dem Moment, wenn der Film die eigenen Hände verließ und dem freundlichen Foto-Drogisten von Nebenan überlassen wurde… Um Gottes Willen, nicht auszudenken !
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Veröffentlichung: 20.06.2007 - 11:06 | von: Pepe
pepes ”wahre” Foto-Geschichte, zusammengefaßt in 10 Akten
Etwa 15 oder 16 Jahre war ich alt, in der Schule gefiel es mir “nicht sooo besonders” aber mit den “Jungs” hing ich den ganzen Mittag und Abend rum, um - so hatten es zumindest unsere Eltern verstanden – “Schularbeiten” zu machen….
So ganz falsch war es ja nicht, allein beschränkte sich die Lektionen auf Chemie und optische Physik… immerhin etwas!
Die mehr als mäßigen Englisch und Latein Noten seien hier lieber verschwiegen.
Alles aber, was dazu beitrug unser fotografischen Kenntnisse zu verbessern, wurde förmlich “verschlungen”. Bergeweise Kataloge der damals gängigen Spiegelreflex-Kameras lagen um uns herum, aus dem Tonbandgerät von GRUNDIG hörten wir: “House Of the Rising Sun” von The Animals… rauf und runter, rauf und runter!
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Veröffentlichung: 14.06.2007 - 02:06 | von: Pepe
pepes ”wahre” Foto-Geschichte, zusammengefaßt in 10 Akten
Eine fotografisches Schmankerl der damaligen Zeit stammt aus dem Bereich der Blitzlicht-Fotografie, welches ich den jüngeren Lesern von pepesBLOG nicht vorenthalten möchte.
Abhängig von den damals noch recht lichtschwachen Objektiven und ebensolchen Filmen, war künstliche Beleuchtung beim Arbeiten in Räumen natürlich zwingend erforderlich. Und – wohlgemerkt – 12-15 DIN Filmenpfindlichkeit ist wirklich nicht viel, will man Menschen verwacklungsfrei auf Rollfilm bannen.
Die Lösung war das Blitzlichtgerät… und dieser Name war durchaus gerechtfertigt!
Nicht etwa ein kleines elektronisches Kästchen mit verbüffender Lichtleistung war angesagt… Nein, die Sache erinnerte wirklich an einen keinen Zauberkasten… und war ebenso geheimnisvoll wie “gefährlich” und deshalb für uns Kinder absolut tabu.
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Veröffentlichung: 12.06.2007 - 04:06 | von: Pepe
pepes ”wahre” Foto-Geschichte, zusammengefaßt in 10 Akten
Etwa 6-7 Jahre war ich alt, als mein Vater mir dann einen Aufstieg in bis dahín ungeahnte Höhen fotografischer Möglichkeiten bescherte… ich bekam seine alte Voigtländer BESSA vermacht, mit Compurverschluss, die mich dann viele Jahre begleiteten sollte.
(Er selber war auf eine 24x36mm umgestiegen… weil moderner.)
Die BESSA war schon eine vollkommen andere Liga. Die heute üblichen Blenden und abgestufte Zeiteinstellungen, verbunden mit einer richtigen Entfernungs-Einstellskala in Metern luden zum Experimentieren ein. Jetzt war Tiefenschärfe endlich wirklich beherrschbar und konnte zur Gestaltung der Bildkomposition verwendet werden.
Neben einem Prismensucher war noch ein ausklappbarer “Sportsucher” in Form einer Durchsichtsmaske vorhanden, um “schnelle” Bewegungsvorgänge leichter zu erfassen.
Das Metallgehäuse mit seiner “echten Belederung” seiner sauberen Klappmechanik und seinem “immensen” Gewicht übte schon damals einen besonderen Reiz auf mich aus. Ich kam mir vor wie im fotografischen Himmel.
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